videofilmen-Award 2016

Redaktion videofilmen lobt videofilmen-Award 2016 aus

Die Redaktion videofilmen veranstaltet auch im Jahr 2016 einen Kurzfilmwettbewerb. Der Wettbewerb startet mit dem Erscheinen dieser Ausgabe und endet am 31.12.2016. Wir loben unter allen Einreichungen fünf Preise aus, deren Gewinner wir im März 2017 bekannt geben. Neben verschiedenen Sachpreisen gibt es in diesem Jahr zahlreiche persönliche Trainings mit Experten zu gewinnen.  

Der videofilmen-Award steht in diesem Jahr unter dem Motto „Magische Alltagsmomente“. Alle videofilmen-Leser sind aufgerufen, am Kurzfilmwettbewerb teilzunehmen.

 

HIER GEHTS ZUM UPLOAD

 

Ihr Beitrag sollte eine Länge von mindestens 1:30 Minuten und maximal 10 Minuten haben. Es gibt quasi keine Formatvorgaben, die bestmögliche Bildqualität sollte das Ziel sein. Die fertigen Beiträge können Sie ab dem 1.12.2016 auf videofilmen.de/videofilmen-Award hochladen. Bezüglich des Film-Genres gibt es ebenfalls keine Vorgaben. Egal ob Thriller, Komödie oder Melodram, die Filmidee und deren Umsetzung sind entscheidend. Die Bewertung übernimmt die Redaktion. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es weder eine Anwender- Wertung noch eine Beschränkung bei der Verwendung von Software.  

Es gibt fünf Bewertungskriterien sowie fünf Preise. Neben dem Gesamteindruck (Bester Film) geht es um eine möglichst originelle Filmidee respektive Drehbuch (Beste Filmidee), eine gute Kameraführung (Beste Kameraführung), den Schnitt, das Compositing und die Farbkorrektur (Beste Nachbearbeitung) sowie schließlich um die Filmmusik respektive die Tonbearbeitung (Bester Ton). 

 

Das Thema
Magische Alltagsmomente: so heißt unser Thema 2o16. Doch bevor Sie jetzt Hochzeitsvideos oder computeranimierte Amorpfeile einsenden, halten Sie inne. Das Thema bietet eine Fülle an Interpretationen. Finden Sie Ihre, eine möglichst außergewöhnliche. Was war Ihr letzter magischer Moment? Der Autor dieser Zeilen sitzt grade in einem Feld und stopft sich zuckerglasiertes englisches Süßgebäck in den Schlund, Sonne und Sommer genießend. Fürwahr, hätte er Muße aufzustehen und sich die klebrigen Finger zu lecken, wäre das eine Szene für einen Film magischer Momente. Essen generell ist voller Magie, und diese im geruch- und geschmackslosen Medium Video wiederzugeben, eröffnet tolle kreative Herausforderungen. Beißen Sie sich fest! Natürlich geht es auch ein wenig magischer. Denken Sie an Prozesse, wie aus Wasser Eis und aus Kobalt Kristall wird, ganz alltäglich und doch ein bisschen magisch. Denken Sie an den Wandel der Jahreszeiten, zu langsam um alltäglich zu sein und gerade deswegen ein bisschen magisch. Denken Sie an das, was Sie täglich umgibt, in der Natur oder in Interaktionen mit Menschen. Denken Sie daran, was Sie zuletzt erstaunt hat, oder andere erstaunt hat – Kinder, Großeltern, Haustier –, das Sie ganz banal fanden. Oder denken Sie gar nicht, sondern träumen Sie! Welcher Zauber steckt in Träumen, tatsächlich erlebten oder für einen Film, nach den freien dramaturgischen Maßstäben eines Traums, inszenierten. Oder wie wär’s mit Tieren in der Natur, etwa Vögeln? Ganz großartige Aufnahmen kommen raus, wenn sich zwei bebalzen, begatten und dann zum Nestbau zusammenfinden. Vögeln kann man aber auch in Thailand, und zwar frittiert als Mittagsmahl, Magie abgewinnen. Womit wir wieder beim Essen wären. Denken Sie auf der Suche nach Inspiration aber auch mal aus einer technischen Perspektive. Welche Erzählwelt tut eine Be- oder Entschleunigung in Zeitlupe oder -raffer auf? Welche eine kleine Action Cam, die überall hineintauchen kann? Oder eine Mikrokamera, die am Brillengestell befestigt die Welt aus der Sicht Ihrer eigenen Augen wahrnimmt? Oder nehmen Sie das Thema wörtlich. Magie – was heißt das eigentlich? Illusion, Täuschung, Verblüffung – und natürlich Zauberei. Wenn schon dem Morgenkaffee kein Zauber innewohnt, so vielleicht ja etwas Zauberei, das eine oder andere Kaninchen oder eine zersägte Dame. Vielleicht nehmen Sie auch den Alltag wörtlich, seine maschinengleiche Wiederholung, und welchen Zauber die ergibt, wenn sie in einer ebenso maschinellen, ewig gleichen Schnittfolge eine andere Sicht auf eben täglich Erlebtes auftut. Finden Sie eine bildstarke Idee und dann Bilder, in die diese Idee sich fassen lässt. Wenn an dieser Stelle ein Zweistundenprojekt rauskommt, ist das in Ordnung. Im nächsten Schritt können Sie es auf das Wesentliche kondensieren. Entwickeln Sie ein Konzept für den eigentlichen Film. Das muss kein Drehbuch in Hollywood- Manier sein und kein detailliertes Storyboard, das Einstellungen festlegte. Sie können Ihren Film beim Filmen entwickeln, Bild um Bild. Eine grobe Richtung aber, welche Bilder er enthalten sollte und wie die sich aneinander fügen, wird ihn letztlich stärker machen. Achten Sie auf eine Bildsprache, die zum Inhalt und der Aussage passt, die Sie im Sinn haben. Finden Sie dann Einstellungen, von Totalen über Fahrten bis zu Zwischenschnitten, in die diese Bildsprache zerlegt wird. Denken Sie auch über die Form nach: Spielfilm, Dokumentation, Mockumentary, strukturelles Experiment aus Schnittfolgen, die erst im Kopf des Betrachters eine Erzählung ergeben? Sie haben die künstlerische Freiheit!   

 

Zur Bewertung
Jede Einsendung wird von unserer Jury aus videofilmen-Redakteuren, allesamt erfahrene Cineasten und Cinephile, bewertet  und erhält ein detailliertes Feedback.Die besten Beiträge stellen wir samt Detailbewertung im Magazin vor – zum Lesen und Lernen für alle. Alle eingesandten Filme zeigen wir nach Ende des Wettbewerbs online auf videofilmen.de Jeder videifilmen-Leser kann mitmachen; jeder Film wird berücksichtigt, ob mit Handy, Actioncam, Camcorder, DSLR oder großer Cinema-Kamera gefilmt. Ist das Hobbyfilmern gegenüber unfair? Wir meinen nicht. Denn wir bewerten weder, wie viel Ihr Camcorder gekostet haben mag, noch wie groß das Team hinter Ihrem Projekt gewesen sein mag. Wir bewerten einen gekonnten und umsichtigen Einsatz des Mediums Video, um Ihr Anliegen zu vermitteln. Das ist keine Hexerei. Schön gemacht darf Ihr Film natürlich sein. Doch perfektes, dabei inhaltsleeres Handwerk wird unsere Jury nicht überzeugen, ebenso wenig wie Computergemachtes oder unmotivierte Serien von Standfotos. Solche Formate h aben ihren Reiz und ihre Berechtigung. Wir aber suchen Video. Echt, authentisch, unprätentiös, lebendig. Angesichts der großen, vielfältigen Möglichkeiten, gibt es nicht nur einen Preis für den besten Film, sondern zusätzliche Sonderpreise für die interessanteste Story (Beste Filmidee), die handwerklich beste Bildsprache (Beste Kameraführung), die stimmungsvollste Farbgradierung und den dramaturgiestärksten Schnitt (Beste Nachbearbeitung) sowie den erzählerisch umsichtigsten Musikeinsatz (Bester Ton). In allen Kategorien geht es um die treffende Umsetzung, nicht die größte Menge. Ein Film aus Stille mag den Musikpreis gewinnen, ein schwarzweißer den für Farbstimmung, wenn sein Inhalt die Wahl dieser Mittel begründet. Um Ihnen das zu erleichtern, werden Sie in den Heften bis zum Einsendeschluss Schwerpunktbeiträge zu diesen Themen finden.  

 

Die Preise
…sind mindestens so toll wie letztes Jahr. Mehr wollen wir noch nicht verraten. Denn beim videofilmen-Award soll es ums Mitmachen und Lernen gehen, nicht ums Abstauben. Preise sind toll. Was aber kommt raus, wenn Sie sich mit einem gegebenen und doch freien Thema auseinander setzen, unseren Impuls als Spielball für eigene Impulse nehmen auf dem Weg zu Ihrer cineastischen Entfaltung? Die besten Versuche daraus können wir mit einem Sachpreis honorieren. Die Lernerfahrung und vor allem den Spaß am Machen können Sie nur selbst finden. Legen Sie los! Einsendeschluss ist einmal mehr Silvester um Mitternacht.