Auszeichnung für Bildgestaltung in Film und Fernsehen

Die Nominierten für den 25. Deutschen Kamerapreis stehen fest

Die Nominierten für den 25. Deutschen Kamerapreis stehen fest

Die Nominierten für den 25. Deutschen Kamerapreis stehen fest Foto: Deutscher Kamerapreis

Insgesamt 24 Kamerafrauen und -männer, Editorinnen und Editoren sind im Jubiläumsjahr für den Deutschen Kamerapreis 2015 nominiert und konnten sich gegen mehr als 400 eingereichte Produktionen durchsetzen. Die Preisträger der renommiertesten Auszeichnung für Bildgestaltung in Film und Fernsehen im deutschsprachigen Raum werden am 20. Juni 2015 in den Fernsehstudios des WDR in Köln geehrt. Zwei mit jeweils 5.000 Euro dotierte Nachwuchspreise werden von Panasonic und der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen gestiftet.
 
Hochkarätig besetzte, unabhängige Jurys entscheiden über die Auszeichnungen mit dem Deutschen Kamerapreis. Den Juryvorsitz übernahm in diesem Jahr der vielfach ausgezeichnete Kameramann Gernot Roll. Gastgeber der einwöchigen Jurysitzung war der Bayerische Rundfunk in München.
 
Kamerafrau Judith Kaufmann gehört in der Kategorie „Kinospielfilm“ für ihre Arbeit in „Elser“ (SWR/ARD Degeto/WDR/BR/ARTE) zu den Nominierten. Der bereits mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Film über den Widerstandskämpfer Georg Elser erzählt die Hintergründe des fehlgeschlagenen Attentats auf Adolf Hitler im November 1939. Die Jury überzeugen konnten auch Nikolaus Summerer (Kamera) und Robert Rzesacz (Schnitt) für die Produktion „Who am I – Kein System ist sicher“ sowie Kameramann Ngo The Chau für die Bildgestaltung im Kinospielfilm „Stereo“ (ZDF/ARTE).
 
In der Kategorie „Fernsehfilm/Dokudrama“ gehen unter anderem Kameramann David Slama für die Bildgestaltung in „Spuren des Bösen – Schande“ (ZDF/ORF) und Editor Ulf Albert für den Schnitt in „Altersglühen“ (WDR/NDR) ins Rennen um den 25. Deutschen Kamerapreis. Im vierten Film der ZDF-Krimireihe „Spuren des Bösen“ trifft Richard Brock alias Heino Ferch auf seinen bisher schwersten Gegner und wird von einem hochintelligenten Arzt mit falscher Identität vorgeführt. Bei der mit zwei Grimme-Preisen ausgezeichneten Fernsehfilmproduktion „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ erfolgte die Arbeit ohne Drehbuch, und jeder der 13  Schauspieler, darunter Stars wie Senta Berger und Mario Adorf, kannte nur die Biografie seiner eigenen Figur.
 
In der diesjährigen Wechselkategorie „Krisenberichterstattung“ konnten Beiträge aus Kriegs- und Krisengebieten eingereicht werden, die unter außergewöhnlichen und zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen gedreht worden sind. Nominiert wurden die Kameramänner Ivan Lyubish-Kirdey für den Film „Flucht aus Ilowajsk“ (WDR), Matthias Gruic für den Film „Der Hoffnungsträger“ (SRF) und Meyser Tuncay für den Beitrag „Flüchtlingsdrama Jesiden“ (BR) im „ARD Mittagsmagazin“.
 
In der Kategorie „Dokumentarfilm/Dokumentation“ können sich unter anderem Kameramann Tobias Kaufmann für „Deutschland von unten – Land“ (ZDF) und Editor Thomas Ernst für „The queen of silence“ (ZDF/ARTE) über eine Nominierung freuen. In Kürze wird der Ehrenpreisträger bekannt gegeben, der für herausragende Leistungen in der Bildgestaltung geehrt wird.
 
Der Deutschen Kamerapreis wird in diesem Jahr bereits zum 25. Mal verliehen. Die Preise in den Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm/Dokudrama, Kurzfilm, Journalistische Kurzformate, Dokumentarfilm/Dokumentation, Wechselkategorie: Krisenberichterstattung und Nachwuchspreis werden im Rahmen einer festlichen Gala am 20. Juni 2015 unter Federführung des WDR in Köln überreicht. Die von Katty Salié und Jörg Thadeusz moderierte Preisverleihung wird in mehreren
Fernsehprogrammen zu sehen sein.