Mit dreizehn Leinwänden an neun Spielorten

30. Internationales Dokumentarfilmfestival München vom 7. bis 17. Mai 2015

30. Internationales Dokumentarfilmfestival München vom 7. bis 17. Mai 2015

VIKTOR, die Preisskulptur des DOK.fest Foto: DOK.fest

30 Jahre Internationales Dokumentarfilmfestival München, das ist etwas ganz Beson­deres und deshalb präsentiert sich das DOK.fest an zehn Tagen , drei Tage länger als bisher. Unbedingt den Termin vormerken:  07.-17. Mai 2015. Im Jubiläumsjahr werden an den neun Spielorten mit dreizehn Leinwänden mehr als 30.000 Besucher erwartet. Das erste DOK.fest fand 1985 in zwei Kinosälen statt. Die drei Festivalleiter Gudrun Geyer (1985-2001), Dr. Hermann Barth (2002-2009) und Daniel Sponsel (seit 2010), haben das DOK.fest zu einem renommierten Highlight der Münchner Kulturlandschaft werden lassen. Heute ist es eines der größten Festivals für den künstlerischen Doku­mentarfilm in Europa. Die drei Festivalleiter präsentieren den jeweiligen Lieblingsfilm ihrer Epoche in einer Sondervorführung.

Das DOK.fest beweist seit Jahren, dass der Dokumentarfilm beim breitem Publikum angekommen ist. Das Festival präsentiert künstlerisch hochwertige und relevante Filme in großer Vielfalt der Formen und Inhalte. Doch der Dokumentarfilm leistet noch viel mehr, wie Festivalleiter Daniel Sponsel erläutert: “Unsere Medien stecken in einer tiefen und umfassenden Glaubwürdigkeitskrise. Die meisten medialen Erzählungen haben wenig mit uns zu tun und haben längst ihre Überzeugungskraft verloren. Allein dem Dokumentarfilm bleibt es vorbehalten, uns emotional zu verorten, und der verschreckten Wirklichkeit hin und wieder ein menschliches Gesicht zu geben.“

Im aktuellen Programm werden erneut etwa 130 Filme aus 40 Ländern laufen, darunter zahlreiche internationale und nationale Premieren. Mehr als 75 internationale Filmemacher werden ihre Filme persönlich vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

Mit renommierten internationalen Vertretern besetzte Jurys vergeben in den Wettbewerben DOK.international, DOK.deutsch und DOK.horizonte jeweils einen VIKTOR, den begehrten Preis des DOK.fest. Mit einem Gesamtwert aller Preise von 43.000 Euro konnte in diesem Jahr die Dotierung weiter erhöht werden - eine deutliche Wertschätzung der Filmemacher!

Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem israelischen Dokumentarfilmer Avi Mograbi gewidmet, dessen politische Dokumentarfilme als persönliche Statements zur Lage der Nation Israel von Beginn der 1990er bis heute Maßstäbe setzen. Zentrum seines filmischen Schaffens war und ist der Konflikt  zwischen Israelis und Palästinensern, der sich in Mograbis Filmen immer neue Darstellungsformen sucht. Politische Intervention und künstlerischer Ausdruck sind in seinen Filmen aufs Engste verbunden.

Begleitet wird das Festival von DOK.education, dem Kinder- und Jugendprogramm, das erneut in den Räumen der Stadtbibliothek München im Gasteig gastiert, dem Programm für regionale Kinos in ganz Bayern DOK.tour, sowie der Branchen- und Nachwuchsplattform DOK.forum, die in der Hochschule für Fernsehen und Film München stattfindet.