Heimspiel 6 - Das Regensburger Filmfest

Herausragende Kinokultur in der Domstadt vom 20.-26. November

Herausragende Kinokultur in der Domstadt vom 20.-26. November

Vom 20.-26.11. bringt  Heimspiel - Das Regensburger Filmfest zum inzwischen 6. Mal in die Domstadt. Foto: Heimspiel

Vom 20.-26.11. bringt  Heimspiel - Das Regensburger Filmfest zum inzwischen 6. Mal in über 60 Veranstaltungen herausragende Kinokultur in die Domstadt. Vor- und Deutschlandpremieren, Neu- und Wiederentdeckungen, Festivallieblinge, brummige Cowboys, blutdurstige Schönheiten, lebende Legenden und viele weitere visuelle Reize erwarten das Publikum in diesem Jahr.
 
Als offiziellen Eröffnungsfilm präsentiert Heimspiel erstmals in Regensburg die so emotionale wie phänomenale Science-Fiction-Tragödie "I Origins" von Another Earth-Regisseur Mike Cahill; das Centre Piece bildet die Vorpremiere des radikalen Neo-Westerns "The Homesman" von und mit Tommy Lee Jones, während das unbarmherzige Meisterwerk "Alleluia" von Fabrice Du Welz als offizieller Abschlussfilm fungiert.
 
Darüber hinaus ist die Sektion Internationale Highlights mit absoluten Festivallieblingen wie Andrey Zvyagintsevs "Leviathan" besetzt. Die bittersüße Parabel auf die russische Gesellschaft wurde nicht nur auf den Filmfestspielen in Cannes mit dem Drehbuch-Preis geehrt, sondern auf dem Londoner Filmfestival als "Bester Film" ausgezeichnet. Zu den diesjährigen Gewinnerfilmen zählt außerdem Roy Anderssons absurdes Statement für das Medium Kino als eigenständige Kunstform:  Der schwedische Wurf "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach" gewann in diesem Jahr den goldenen Löwen in Venedig. Der aktuelle Gewinnerfilm aus Cannes, das türkische Beziehungsepos "Winterschlaf" von Nuri Bilge Ceylan, komplettiert die Auswahl der diesjährigen Festivaltriumphe auf dem Heimspiel Filmfest.  
 
Mit "Under the Skin" hat die Musikvideogröße Jonathan Glazer ein visuelles und akustisches Kunstwerk für die große Leinwand geschaffen, das deutschlandweit ursprünglich ausschließlich dem Home-Entertainment-Markt vorbehalten sein sollte. Heimspiel bietet nun die Gelegenheit, diesen Ausnahmefilm mit Scarlett Johansson als mysteriöse Schönheit im Kino zu sehen. Auch Gia Coppolas Debutfilm "Palo Alto", mit dem sie in die Fußstapfen ihrer talentierten Familienmitglieder Francis Ford und Sofia Coppola tritt, gehört zu den gleichsam betörenden und verstörenden Kinoerlebnissen 2014. Die ungewöhnliche Coming-Of-Age-Geschichte glänzt nicht nur durch ihren mit Emma Roberts, James Franco und Val Kilmer stargespickten Cast, sondern insbesondere auch durch seinen ganz eigenen, hypnotischen Rhythmus.
 
In der Sektion Deutschsprachige Highlights wagt Regie-Grenzgänger Ulrich Seidl einen Blick ins Souterrain österreichischer Befindlichkeiten: Die kontrovers diskutierte Dokumentation "Im Keller" sorgte bereits im Vorfeld für einen politischen Skandal und dürfte auch dem Regensburger Publikum Gesprächsstoff liefern. Seidls Landsfrau Jessica Hausner beeindruckt mit ihrem poetischen Meisterwerk "Amour Fou", das in perfekt komponierten Bildern vom tragischen Doppelselbstmord Heinrich von Kleists und Henriette Vogels erzählt.
 
Einen der wohl provokantesten Filme dieses Jahres zeigt Heimspiel in der Midnight-Sektion "Blutgrätsche".  Der groteske Sci-Fi-Horrortrip "Escape from Tomorrow" wurde ohne Genehmigung in den amerikanischen Disney-Freizeitparks gedreht und schickt den Zuschauer auf eine schwarz-weiße Reise durch den vermeintlich „glücklichsten Ort der Welt“. Ebenfalls zu gebührend vorgerückter Stunde feiert der furios inszenierte französische Reißer "Dealer" auf dem Heimspiel in Anwesenheit des Regisseurs und Drehbuchautors Jean Luc Herbulot sowie des Hauptdarstellers Dan Bronchinson seine Deutschlandpremiere.
 
In der historischen Sektion die Kunst der Komödie freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Größen wie Charlie Chaplin, Buster Keaton, Ernst Lubitsch, Robert Altmann, Stanley Kubrick, Jean-Paul Belmondo, Chevy Chase und Judd Apatow, darüber hinaus auf Wiederentdeckungen wie Willkommen, Mr. Marshall, den spanischen Cannes-Gewinner von 1953.
 
Eines der Ausrufezeichen der diesjährigen Werkschau für die britische Regielegende Mike Hodges bildet sein bildgestalterisch wegweisender Science-Fiction-Thriller "The Terminal Man", den Heimspiel exklusiv im Director’s Cut und in Anwesenheit des Regisseurs zeigt.
 
Die Hommage widmet sich in diesem Jahr einem Mann, der zu den markantesten Film- und Theaterschauspielern Deutschlands gehört. Ulrich Matthes stellt Christian Schwochows "Novemberkind" und Volker Schlöndorffs "Der neunte Tag" persönlich in Regensburg vor.
 
Akustisch herausragend wird es beim Konzert Film meets Sound: Zombie Zombie live! Die momentan „beste französische Band“ (VICE/Noisey) verführt mit  retrofuturistischem  Elektro-Pop zwischen Film- und Ravezitat.