Live-Streaming mit dem JVC GY-HM650

Live Web TV-Projekt "SHOWroom" für die TVBAwards nominiert

Live Web TV-Projekt "SHOWroom" für die TVBAwards nominiert

Live Web TV-Projekt "SHOWroom" für die TVBAwards nominiert Foto: JVC

"Solar Decathlon" heißt der alle zwei Jahre vom amerikanischen Energieministerium in Irvine, Kalifornien veranstaltete, weltweit bedeutendste und anspruchsvollste universitäre Wettbewerb für solares und nachhaltiges Bauen. Teilnehmer sind Studententeams von Universitäten und Forschungseinrichtungen, deren Ziel es ist, das beste energieautarke, nachhaltigste und innovativste Solarhaus innerhalb von zwei Jahren zu planen und eigenhändig zu bauen. Dieser "Solare Zehnkampf", bei dem sich die Ideen einfallsreicher Technikstudenten in der Praxis bewähren müssen, umfasst zehn Disziplinen, u. a. Architektur und Funktionalität, Innovation und Technik sowie Baukosten und Marktchancen. Nach dem Aufbau in nur neun Tagen wurden die 19 Häuser der Finalisten-Teams der Öffentlichkeit, rund 300.000 Besuchern, zugänglich gemacht und 10 Tage lang durch Juroren geprüft und bewertet.

Erstmals hat auch ein Team aus Österreich - 48 Studenten und Studentinnen der TU Wien, des AIT, der FH Salzburg und St. Pölten sowie als Projektleiter drei Architekten der TU Wien um Prof. Dr. Karin Stieldorf - am „Solar Decathlon“ teilgenommen und auf Anhieb den ersten Platz belegt. Nach mehr als zwei Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnten sie mit ihrem Projekt LISI (Living Inspired by Sustainable Innovation) den Weltmeistertitel der Zukunftshäuser nach Österreich holen und damit selbst US-Elite-Unis wie Stanford oder Stevens University hinter sich lassen.

Verständlich, dass dieser einmalige Wettbewerb auch in Europa, primär in Österreich, für große mediale Aufmerksamkeit sorgte. Neben den etablierten Medien, die ausführlich über den "Solaren Zehnkampf" berichteten, begleitete auch das von Medientechnik-Studenten der FH St. Pölten unter der Leitung von Prof. Thiemo Kastel (FH St. Pölten) produzierte Live Web TV-Projekt SHOWroom den Wettbewerb - vor und hinter den Kulissen. Das Besondere daran waren neben dem Live-Charakter und der Distribution via Internet, die enge Verknüpfung mit Online-Plattformen, wie Facebook, Twitter etc. sowie die sich daraus ergebenen Interaktionsmöglichkeiten mit den Zuschauern.

Obendrein wurde das SHOWroom-Team mit seinem USA-Projekt für die TVBAwards in der Kategorie "Sustainability Award" nominiert und ist damit einer der vier Finalisten, die der Preisverleihung am 23.10.2014 in London entgegenfiebern. Die Öffnet externen Link in neuem FensterTVBAwards gehören zu den renommiertesten Branchenpreisen, mit dem hervorragende Arbeiten im Bereich Aufnahme, Workflow und Wiedergabe von Live- oder aufgezeichnetem Broadcast TV-Content ausgezeichnet werden.

Mit dem JVC Camcorder GY-HM650 haben sich die Macher von SHOWroom für eine Kamera entschieden, welche die ganz unterschiedlichen Anforderungen dieses ehrgeizigen Projektes mit Bravour erfüllte. Nicht nur, dass der speziell für Profi-Videojournalisten entwickelte Camcorder die gewünschte Qualität lieferte, er war auch flexibel und handlich genug, um mit ihm alle Aspekte des Wettbewerbs problemlos dokumentieren zu können.
Das Schlüsselargument für den GY-HM650 war jedoch seine integrierte Streaming-Funktion. Mit ihr wurden die Berichte vom LISI-Haus in Kalifornien mittels Verizon LTE-Modem als Live-Stream nach Österreich in die SHOWroom-Sendungen übertragen. Dabei erwiesen sich die umfangreichen Fernbedienungsfunktionen per Webbrowser (inklusive „Live Monitoring“) via Smartphone, Tablet oder PC als enorm hilfreich. Als überaus praktisch wurde auch das duale Aufzeichnungssystem mit zwei SD-Kartenslots beurteilt, welches „endlose“ Aufzeichnungen bzw. die gleichzeitige Aufnahme von Backups oder unterschiedlicher Formate ermöglichte. Als Speichermedien dienten kostengünstige SDHC- und SDXC-Karten. Dank des Dual-Encoders ließen sich die Aufnahmen also nicht nur via Ethernet, WiFi oder GSM auf einen FTP-Server überspielen oder live streamen, sondern auch parallel in brillanter Broadcast-Qualität aufzeichnen.
Um die Arbeitsabläufe flexibler, effizienter und vor allem schneller zu gestalten, wurde auch die Möglichkeit, Metadaten einzugeben und im MXF-Format aufzuzeichnen genutzt.
Darüber hinaus produzierten die Studenten mit dem GY-HM650 noch einige Videos mit anschließender PostPro mit dem AVID Media Composer, sowie zwei Live-Interviews während Architektur-Konferenzen in Salzburg und Wien.