Akku-Mythen aufgedeckt: Was ist wahr, was ist falsch?

Duracell macht die Probe aufs Exempel

Duracell macht die Probe aufs Exempel

Duracell hat sich der üblichen Meinungen und Mythen rund um Batterie und Akku angenommen und zeigt, was wahr ist, worauf zu achten ist und was eher ins Reich der Fantasie gehört. Foto: Duracell

Heutzutage kommt fast niemand mehr ohne Akkus aus. Ob im Laptop, Smartphone oder in der Digitalkamera, wieder aufladbare Energiespeicher werden für viele Zwecke eingesetzt und sind aus dem alltäglichen Leben fast nicht mehr wegzudenken. Allerdings ragen sich auch einige Mythen um Akkus, die viele Menschen im Umgang mit ihnen verunsichern. Duracell klärt vier der bekanntesten Gerüchte auf und erklärt, was im Umgang mit Akkus und Batterien unter anderem zu beachten ist.

Akkus sollten vor der ersten Verwendung einmal aufgeladen und wieder entladen werden – stimmt das?
Gehört hat dieses Gerücht wohl schon jeder: ein Akku sollte erst einmal komplett aufgeladen und dann wieder entladen werden, bevor man ihn richtig benutzt. Aber warum? Die meisten Menschen scheinen zu glauben, dass er dann Energie besser speichern kann oder länger hält – oder dass es sogar eine Voraussetzung ist, um ihn überhaupt in Betrieb nehmen zu können.
Wahr oder falsch? Hier können Sie Ihre Bedenken getrost beiseite legen – denn dieses Gerücht ist nicht wahr. Ausgelöst wurde dieses wohl durch den sogenannten „Memory-Effekt“ – der Akku verliert einen Teil seiner Kapazität, abhängig von dem üblichen Energieverbrauch. Falls also ein Akku zum ersten wieder aufgeladen wird, nachdem nur 50 Prozent der Energie verbraucht wurden, lässt er sich auch in Zukunft nur bis 50 Prozent verbrauchen. Dieses Phänomen tritt allerdings nur bei Nickel-Cadmium-Akkus auf, die nicht mehr so stark verbreitet sind.
Tatsächlich aber ist die erste Aufladung bei herkömmlichen Akkus erforderlich um Kapazität einzuladen, die durch Selbstentladung verloren gegangen ist. Mit dem „Memory-Effekt“ hat dies nichts zu tun. Stattdessen muss der Kapazitätsverlust (ein bis zwei Prozent pro Tag) der durch die Selbstentladung entstanden ist, ausgeglichen werden.
Die modernen Nickel-Metall-Hydrid-Zellen (NiMH), die in den heute üblichen Standardformat-Akkus zum Einsatz kommen, kennen kaum Selbstentladung. Sie behalten teilweise 80 Prozent der Energie bis zu zwölf Monate. Eine Tiefentladung oder Überladung schadet ihnen dagegen aber schon. Nutzer sollten deswegen auf intelligente Ladegerät zurückgreifen, die den Ladestrom automatisch regeln.

Dieses Gerücht ist also falsch.

Akkus werden mit der Zeit immer schlechter – oder bilden wir uns das nur ein?
Irgendwann scheint es immer zu passieren: die technischen Geräte funktionieren auf einmal nicht mehr so lange wie wir es von ihnen erwarten. Der Akku versagt – aber passiert das wirklich oder bilden wir uns das nur ein? Und wenn es passiert – warum?

Was ist dran? Tatsächlich sind Akkus hochkomplizierte elektrochemische Energiesysteme, die sorgfältig gepflegt werden müssen – anders als Primärzellen, die wartungsfrei sind. Damit Akkus länger halten, müssen Nutzer diese regelmäßig aufladen. Die Anzahl der Zyklen (Entladen und Aufladen) hängen dabei von der genutzten Ladetechnik (schnell oder normal) ab: je schneller die Aufladung, umso geringer ist die Gesamtanzahl der Zyklen.

Generell sind Akkus nicht für die Ewigkeit gedacht. Allerdings können Nutzer ihre Lebensdauer mit der richtigen Pflege verlängern. Falls diese Pflege nicht richtig durchgeführt wird, bewahrheitet sich dieser Mythos.

Akkus im Kühlschrank leben länger
Wenn unser Essen länger halten soll, landet es im Kühlschrank. Aber funktioniert das auch bei Akkus? Wird die Energie darin etwa „frisch“ gehalten, weil kühle Temperaturen dem Akku helfen zu konservieren? Oder ist dieses Gerücht purer Unsinn?
Was ist dran? In der Tat hat die Lagerung von Akkus in kühlen Umgebungen einen positiven Effekt auf die Lebenserwartung eines Energiespeichers, da diese die Ladezyklen länger aufrechterhalten können. Dieses Gerücht ist also wahr. Generell liegt der empfohlene Temperaturbereich für die Entladung zwischen 0 und 50 Grad Celsius. Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren arbeiten aber auch bis zu –20 Grad Celsius. Es schadet daher nicht, Akkus im Kühlschrank zur Verlängerung der Lebensdauer zu lagern.
Allerdings: ins Gefrierfach sollten sie nicht, denn zu niedrigere Temperaturen können dem Akku schaden.

Dieses Gerücht ist also wahr.

Akkus können nicht einfach Batterien ersetzen
Es gibt einige Geräte, für die verwenden wir stets Batterien, für andere dagegen bevorzugen wir Akkus. Können Akkus denn nicht einfach in allen Geräten verwendet werden? Oder macht diese Aufteilung durchaus Sinn?
Was ist dran? Akkus sollten vor allem in tragbaren Geräten verwendet werden, die eine hohe Stromentnahme haben und häufig benutzt werden, wie zum Beispiel digitale Kameras, GPS-Geräte, MP3-Player oder elektronisches Spielzeug. Bei Geräten mit geringer Stromentnahme wie Fernbedienungen oder Uhren sollten dagegen Primärzellen eingesetzt werden. Der Grund ist, dass Akkus in diesen Geräten schneller ihre Leistung verlieren, wenn der Energiebedarf zu niedrig ist.

Dieses Gerücht ist also wahr.

Mehr Informationen Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.