Für Verdienste um Videocodierverfahren ausgezeichnet

Prof. Dr. Thomas Wiegand erhält Richard-Theile-Medaille für Videokompression

Prof. Dr. Thomas Wiegand erhält Richard-Theile-Medaille für Videokompression

Richard-Theile-Medaille für Videokompression Foto TU Berlin

Prof. Dr. Thomas Wiegand von der TU Berlin und dem Fraunhofer HHI erhält die Richard-Theile-Medaille der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft für seine  Verdienste um die Entwicklung und Standardisierung von Videocodierverfahren. Prof. Dr. Thomas Wiegand von der TU Berlin und dem Fraunhofer Heinrich Hertz Institut (HHI) entwickelt mit seinem Forschungsteam etwas, was wir alle benötigen: leistungsfähige Kompressionsverfahren für Videos. Für seine Verdienste auf diesem Forschungsgebiet wird er mit der Richard-Theile-Medaille der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft (FKTG) ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung der FKTG. Überreicht bekommt Prof. Dr. Thomas Wiegand die Auszeichnung am 5. Mai anlässlich der 26. Fachtagung der Gesellschaft in Köln. Sie gehört mit rund 2000 Mitgliedern zu den ältesten Technikverbänden Deutschlands. Inhaber der Medaille, die erstmals 1975 verliehen wurde, sind unter anderen Prof. Walter Bruch, Erfinder des PAL-Farbfernsehsystems, Manfred von Ardenne, Entwickler des ersten elektronischen Fernsehsystems von 1931, sowie Prof. Ulrich Reimers, federführender Leiter während der DVB-Standardisierung (Digital Video Broadcasting) für das digitale Fernsehen.

Prof. Dr. Thomas Wiegand, der an der TU Berlin das Fachgebiet Bildkommunikation am Institut für Telekommunikationssysteme leitet und gleichzeitig einer der Leiter des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) ist, arbeitet mit seinem Team seit Jahren überaus erfolgreich an der Erforschung von Videoübertragung und war aktiv an der Entwicklung der aktuellen Standards für die Videocodierung beteiligt. Im Mittelpunkt stehen leistungsfähige Kompressionsverfahren von Videos. Hier hat sich der Videokompressionsstandard H.264/MPEG-AVC durchgesetzt, an dessen Entwicklung Prof. Dr. Thomas Wiegand und sein Team maßgeblichen Anteil haben und der heute weltweit in über einer Milliarde Geräten verwendet wird. Der Nachfolgestandard H.265/MPEG-HEVC steht kurz vor dem Start und auch hier konnten die Berliner Forscher maßgeblich mitwirken.