Nur mit Blackmagic-Kameras gedreht

Roy Wagner (ASC) dreht neuesten Film Stand! exklusiv mit Blackmagic-Kameras

Roy Wagner, ASC, dreht neuesten Film Stand! exklusiv mit Blackmagic Design Kameras. Foto: Blackmagic Design

Blackmagic Design hat heute bekanntgegeben, dass der renommierte ASC-Kinematograf Roy H. Wagner den Hauptdreh des bald erscheinenden Musikdramas „Stand!“ mit mehreren URSA Mini Pro Kameras sowie ausgewählte Shots mit der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K filmte. „Stand!“ dreht sich um einen Generalstreik, der sich 1919 in Winnipeg, Manitoba, Kanada ereignete. Das Ereignis inspirierte moderne Bewegungen wie Occupy und zahlreiche Gewerkschaftsaktionen im Laufe der Geschichte. Im Format eines Musicals erzählt der Film eine „Romeo & Julia“ ähnliche Liebesgeschichte, die zur Zeit der gewalttätigen Ereignisse dieser Ära spielt. Regie führte Robert Adetuyi, der auch durch „Stomp the Yard“ und „Turn It Up“ bekannt ist. Die Hauptrollen spielen Gregg Henry („Guardians of the Galaxy“), Laura Wiggins („Shameless“), Marshall Williams („Glee“) und Hayley Sales ( „Deadpool 2“). „Stand!“ soll 2019 in die Kinos kommen.

Wagner wusste, dass er für den Locationdreh in Winnipeg ein zuverlässiges Kamerasystem brauchte, das allen Widrigkeiten standhalten und gleichzeitig bedienfreundlich sein würde. „Ich habe die Kamera ausgiebig getestet und festgestellt, dass sie sich selbst mit den teuersten Kamerasystemen messen kann. Die Kameracrew hatte die Kamera vorher noch nie benutzt und war dennoch in der Lage, mit einer brandneuen Kamera zu arbeiten und innerhalb von drei Tagen voll darauf eingestellt zu sein.“

Der Look der Bilder verlangte nach dynamischen Lichtkontrasten, viel Zeichnung in den Schatten und brillanten Highlights. Das erforderte eine Kamera mit enorm viel Spielraum bei der Belichtung. „Beim Dreh mit der Blackmagic URSA Mini Pro“, sagte Adetuyi, „überraschte mich, dass wir in Niedriglichtsituationen noch richtig kräftige, satte Schwarztöne erfassen konnten. Wir entschieden uns für einen sehr aggressiven Stil und die Bilder gaben uns in der Postproduktion viel Interpretationsspielraum.“ Mit dem Detail in den Schatten war Wagner hochzufrieden. „Die Auflösung, die Schärfe und der Dynamikumfang werden jeden anspruchsvollen Kinematografen erfreuen. Wir filmten mit Kunstnebel durch Schichten durchlässiger Spitzen- und Webstoffe. Mit anderen Kameras hätte es dabei Alias-Effekte gegeben.“

Das Projekt stellte hohe Anforderungen an eine einzigartige Bildsprache – sowohl wegen der zeitlichen Einordnung als auch der musikalischen Stilrichtung. Adetuyi wusste, dass Wagner der Aufgabe gerecht werden würde. „Es war eine große Herausforderung, das Jahr 1919 in seiner Gesamtheit einzufangen und dabei eine herzzerreißende und dramatische Geschichte zu erzählen. Wir hatten die typischen Zeitprobleme und die Kameras waren kampfähnlichen Bedingungen ausgesetzt. Aber es gab keine Warterei wegen Kameraproblemen und nichts schien unmöglich. Die Kameras waren unglaublich leicht und klein genug, um sie an beliebigen Stellen zu platzieren. Roy kreierte wahnsinnig schöne Bilder für die Geschichte.“

Wagners Vorerfahrung half ihm dabei, einen einzigartigen Stil zu entwickeln. Er setzte starke Kontraste in der Bildsprache und untermauerte damit die Handlung. Unter anderem hat Wagner entscheidend zur Optik vielseitiger und innovativer Serien wie „CSI“, „Dr. House“ und „Elementary“ beigetragen. Der mehrfache Emmy-Gewinner ist sowohl Mitglied der American Society of Cinematographers als auch Ehrenmitglied der British Royal Photographic Society.

Wagner hat den Übergang vom analogen zum digitalen Film miterlebt und war maßgeblich an der Entwicklung von HD-Bildverarbeitung beteiligt, indem er „Pasadena“ als allererste TV-Dramaserie in HD drehte. Wenngleich ihn neue Technologien schon immer faszinierten, war er mit den Ergebnissen nicht immer zufrieden. „Ich habe umfangreiche Tests mit der URSA Mini Pro gemacht und wusste, dass ich die Highlights überbelichten und sie in der Postproduktion wieder hervorholen konnte“, sagte Wagner. „Ich konnte auf die Schatten belichten und dann die Highlights für die Ausgabe herausarbeiten. So haben wir es damals bei der Entwicklung von Analogfilm auch gemacht. Ich war erstaunt, wie gut Hauttöne wiedergegeben werden. Im Gegensatz zum Prozedere mit buchstäblich jeder anderen Digitalkamera, muss ich im Hauptlicht keine Rougetöne einsetzen.“

Wagner war von der Bildqualität ebenso beeindruckt wie von der Technik. „Die Handhabung der meisten modernen Kameras gleicht der von medizintechnischen Geräten. Im Interesse der Schauspieler brauche ich normalerweise sehr viel Streuung vor der Linse oder zwischen Objektiv und Sensor. Mit dieser Kamera war das nicht notwendig. Bei der Filterauswahl war ich sehr kreativ. Die Kamera erfasst bereitwillig alles, was ihr vor die Linse kommt.“ „Sie gibt mir die Chance, wieder ganz Künstler zu sein“, sagte Wagner. „Sie hält dem Vergleich mit jeder derzeit auf dem Markt erhältlichen Kamera stand. Aber vor allem freue ich mich mit dem Team von Blackmagic Design, weil es die Kinematografie genauso liebt wie ich.“