HIGH END 2017 – ein Fazit

Größte Messe der Audiobranche verzeichnet steigende Besucherzahl (+10%)

Große Internationalität und hohe Besucherqualität zeichneten die HIGH END in München auch in diesem Jahr aus. Foto: Highend Society

Vom 18. bis 21. Mai fand im MOC München die 36. HIGH END statt. Vor Ort waren 538 Ausstellern aus 44 Ländern. So waren die Messehallen und die Räume rund um die Atrien in den oberen Etagen des MOC komplett belegt und der Besucherandrang entsprechend groß. Zur Messe pilgerten mehr als 21.000 Besucher, die aus aller Welt anreisten, um sich über Produkte und Trends der Audiobranche zu informieren.

Am Donnerstag öffnete die HIGH END bei strahlendem Sonnenschein ihre Pforten für Fachbesucher und Presse. Die Redaktion war vor Ort. Laut Veranstalter kamen insgesamt 8.002 Fachbesucher aus 78 Ländern zur HIGH END 2017. Das Gros der internationalen Fachbesucher kam aus dem europäischen Ausland. In 4 Messehallen und 2 Atrien mit 138 angrenzenden Konferenzräumen wurde die komplette Produktpalette der Audiobranche präsentiert. Angefangen bei puristischen, rein analogen Musiksystemen mit Vinyl und glimmenden Elektronenröhren bis hin zu modernen Bluetooth- und Streaming-Lösungen, vernetzten und kabellosen Produkten sowie Soundbars und Kopfhörern.

Neben einer Vielzahl innovativer Produkte wurden auch wieder zahlreiche Musikvorführungen von den Ausstellern mit viel Enthusiasmus und hoher Produktqualität zelebriert. Die HIGH END hatte nicht nur ihren gewohnten hohen Informationsgehalt, sondern auch einen ausgeprägten Unterhaltungswert für Teilnehmer und Besucher. Die Technologiebühne, als kostenloses Informationsforum, wurde in diesem Jahr wieder stark frequentiert. Hier gab es unter anderem einen Ausblick auf die Tonaufnahme- und Übertragungsstandards von morgen, Informationen zum Auf- und Ausbau einer Musikanlage, deren Herz ein Musikserver ist, und die Präsentation eines tellerlosen Plattenspielerkonzepts.

Darüber hinaus wurde ein reichhaltiges Begleitprogramm aus Livemusik, Workshops, Vorträgen und Musikvorführungen geboten. Ein Highlight und Besuchermagnet war abermals die Hörbar, an der verschiedene Kopfhörermodelle mit identischen Musikbeispielen in hoher Qualität direkt miteinander verglichen werden konnten. Am Samstagnachmittag war dann erstmalig das „Quartett der Kritiker“ zu Gast auf der HIGH END. In Kooperation mit der HIGH END SOCIETY und dem unabhängigen Verein „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ diskutierten Musikjournalisten mit ausgewählten Gästen. Die Runde setzte sich zusammen aus Lothar Brandt, Ralf Dombrowski, Manfred Gillig-Degrave und Max Nyffeler. Besondere Gäste waren Harald Reitinger (Komponist, Produzent, TV-Moderator) und Andreas Spreer (Tonmeister, Gründer und Inhaber des Labels TACET). Hier wurden auserlesene Musikstücke unter die Lupe genommen und dem Publikum vorgeführt. Es entstand eine span- nende Diskussion über Musikkritik in Zeiten von Social-Media-Bewertungen und Fake Reviews.