Drehen für den Schnitt

Bildgestalterische Grundregeln

Bildgestalterische Grundregeln

Handlungsachse beim Fussball: Eine imaginäre Linie teilt das Spielfeld in zwei Hälften. Alle zulässigen Kamerapositionen liegen in einem Halbkreis um diese Linie. (Bildquelle: Stefan P. Neudeck)

Als Reise-, Dokumentar- oder Reportagefilmer weiß man oft nicht, was als nächstes passiert. In solchen Situationen heißt es: Erst einmal drehen und sammeln. Trotzdem kann man bereits beim Dreh einige Aspekte beachten, damit sich die Aufnahmen später sauber zusammenfügen lassen.

Let's do it in post („Lass es uns in der Nachbearbeitung machen“). Seit Filme nicht mehr an konventionellen Schneidetischen bearbeitet werden, hört man diesen Satz auch unter Profis immer öfter. Der Computer scheint für alles eine Lösung zu bieten; was dann immer noch nicht passt, wird einfach zum Stilmittel erhoben und als moderne Bildsprache deklariert. Es stimmt ja auch, schlechte Aufnahmen können durch gekonnte Nachbearbeitung deutlich aufgewertet werden. Es jedoch gleich richtig zu machen, ist letztlich nervenschonender. Der Profi-Cutter kann Dampf ablassen, indem er auf den unfähigen Kameramann schimpft. Doch Sie, Kameramann und Cutter in Personalunion; auf wen schimpfen Sie?

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