Datenträgercheck

So viel kostet 1 Gigabyte Speicherplatz

Kizoa veröffentlicht Analyse, wie viel 1 Gigabyte Speicherplatz in 2017 kostet. Foto: Kizoa

Mehr als 400 Stunden Videomaterial werden allein auf Youtube pro Minute hochgeladen. Längst ist eine Debatte darüber entbrannt, wie mit den gewaltigen Datenmengen im Internet umgegangen werden kann. Auch im privaten Bereich stellt die Speicherung von immer mehr digitalen Inhalten eine Herausforderung dar. Der Online-Movie-Maker Kizoa ist aus diesem Grund der Frage nachgegangen, welche Datenträger im Jahr 2017 am besten geeignet sind, Inhalte langfristig und günstig aufzubewahren.

Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass das Volumen der jährlich generierten Datenmenge schon im Jahr 2020 über 40.000 Exabyte betragen wird. Zur Veranschaulichung: Das entspricht der Datenmenge von 160 Billionen Blu-rays. Würde man diese ohne Hüllen aufeinander stapeln, wäre der entstehende Turm fünf Mal höher, als der Mond von der Erde entfernt ist.

Für die Datenexplosion sind vor allem Videodateien verantwortlich. Noch vor wenigen Jahren war der Speicherort von Film- und Bilddateien relativ klar. Im Videorekorder wurden Filme auf Videokassetten aufgenommen und  dort gespeichert. Die Abzüge der analogen Kameras fanden ihren Platz in großen Kisten, in Fotoalben oder wurden Teil einer großen Dia-Sammlung. Heutzutage kann jedes Smartphone Fotos und Videos anfertigen. Spätestens wenn die Speicherkarten voll sind, stellt sich die Frage, an welchem Ort die Dateien am besten abgelegt und gesichert werden.

Möchte man sehr viele Daten auf ein und dem selben Speichermedium ablegen, ist die externe Festplatte die ideale Lösung. Darüber hinaus ist der einzelne Gigabyte im Verhältnis sehr günstig. Auch wenn die Festplatten auf den ersten Blick oft robust aussehen, ist dieses Speichermedium sehr anfällig für Schäden. Schon geringe Stöße können zu Datenverlust führen.
Die optischen Datenspeicher, also CD, DVD sowie die Blu-ray Disc, zeichnen sich durch die günstigen Einzelpreise aus. Die Blu-ray Disc ist im relativen Vergleich pro Gigabyte sogar am günstigsten. Nachteil dieser Speichermethode ist allerdings die kurze Lebensdauer. Schon kleine Kratzer, zu viel Licht oder Luftfeuchtigkeit können die Datenträger unbrauchbar und irreparabel machen. Auch bei einer optimalen Lagerung hält eine CD in der Regel nur zehn Jahre. Wiederbeschreibbare CDs und DVDs (CD-RW bzw. DVD-RW) sind zwar mehrfach beschreibbar, allerdings wird die Lebensdauer pro Schreibzyklus zusätzlich verkürzt.

Es gibt zahlreiche Cloudanbieter, die begrenzten Speicher kostenlos anbieten. Die Daten werden auf den Servern des jeweiligen Anbieters gespeichert. Wird mehr Platz benötigt, kann dieser käuflich erworben werden. Vorteil dieser Speichermethode ist die Möglichkeit, ständig und von jedem Gerät auf die Dateien zugreifen zu können. Werden die Daten nicht Offline abgespeichert, ist jedoch eine Internetverbindung nötig um auf die Dateien zugreifen zu können.