Filmprojekt Psychotrauma

Medienprojekt Wuppertal sucht Teilnehmer

Medienprojekt Wuppertal sucht Teilnehmer für Filmprojekt zum Thema Psychotrauma Foto: Medienprojekt Wuppertal

Das Gefühl, einer Situation oder einem Ereignis hilflos gegenüberzustehen, ist eine menschliche Grunderfahrung. Den meisten Menschen gelingt es, solche Erfahrungen zu bewältigen und daran zu wachsen. Doch was passiert, wenn es zu einer so starken psychischen Erschütterung kommt, dass die Betroffenen unter extremen Stress geraten und Gefühle wie Hilflosigkeit oder Entsetzen nicht mehr reguliert werden können? Die Folge kann ein Psychotrauma sein – mit gravierenden seelischen Folgen für die Betroffenen.



Oft werden starke psychische Erschütterungen durch potenziell traumatisierende massive Ereignisse ausgelöst. Beispiele hierfür sind Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Kriegserlebnisse, Gewalterfahrungen und vieles mehr. Auch hier gelingt es den meisten Menschen, solche Extremerfahrungen zu verarbeiten. Bei manchen allerdings entstehen psychische Folgestörungen wie z. B. eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Neben offensichtlich massiven Erlebnissen gibt es aber auch auf den ersten Blick weniger dramatisch erscheinende Ereignisse, die Psychotraumata auslösen können. Das Gefühl permanenter Kränkung und Entwertung zum Beispiel in der Schule, Mobbing, seelischer Missbrauch, aber auch der Verlust eines geliebten Menschen durch Tod oder Trennung sind hierfür Beispiele.

In diesem Filmprojekt sollen Menschen zu Wort kommen, die solche oder ähnliche Lebenserschütterungen erfahren haben und dadurch seelisch erkrankt sind. Worin besteht die Erschütterung? Welche direkten und indirekten Erinnerungen (Schmerzen, Flashbacks etc.) gibt es? Was waren und sind die konkreten Folgen für das weitere Leben (Panik- und Angstzustände, Zwangshandlungen, Suchterkrankungen, Selbstschädigungen etc.)? Wie sah und sieht der Weg zur professionellen Hilfe aus? Welche Therapien helfen bei der Be- und Verarbeitung des Psychotraumas? Diesen und vielen weiteren Fragen wird in diesem Filmprojekt nachgegangen mit dem Ziel, anhand konkreter Lebensgeschichten Ereignisse nachzuzeichnen, die Folgen zu benennen und Wege zur Heilung aufzuzeigen. 



Gesucht werden Menschen jeglichen Alters, die bereit sind, sich für ein solches Projekt zu öffnen und ihre Lebenserfahrungen zu teilen. Die Dreharbeiten werden in einer ruhigen und respektvollen Atmosphäre stattfinden, ohne Effekthascherei und künstliche Dramatisierung. Die Menschen und ihre Geschichte stehen im Mittelpunkt und werden weder kommentiert noch bewertet. Nach der Fertigstellung wird der Film im örtlichen Kino präsentiert und für die Bildungs- und Präventionsarbeit auf DVD vertrieben. Die Suche nach Interessierten findet schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen und den Nachbarregionen statt, in Ausnahmefällen ist auch eine überregionale Teilnahme möglich. Interessierte Personen und Institutionen können sich per E-Mail bei Christoph Müller vom Medienprojekt Wuppertal melden.