Virtual Production Editing Tool

R&D-Projekt DREAMSPACE zu virtuellen Produktionsverfahren geht erfolgreich zu Ende

R&D-Projekt DREAMSPACE zu virtuellen Produktionsverfahren geht erfolgreich zu Ende Foto: Filmakademie Baden-Württemberg

Die Abteilung Forschung & Entwicklung des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg und ihre Partner haben das EU-geförderte DREAMSPACE-Projekt erfolgreich beendet. Über den Zeitraum von drei Jahren haben sie gemeinsam daran gearbeitet, dass Echtzeit-Produktionspipelines kollaborativer und intuitiver werden, um die Grenzen zwischen Produktion und Post-Produktion zunehmend verschwinden zu lassen. Prof. Volker Helzle, Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung, hat das im Rahmen von DREAMSPACE entwickelte Virtual Production Editing Tool (VPET) - ein tabletbasiertes Werkzeug, das beim Filmdreh am Set für virtuelle Verfahren eingesetzt werden kann - bei der SIGGRAPH Asia vorgestellt. Das Tool wurde bereits für anspruchsvolle, VFX-lastige Filmakademie-Projekte verwendet.

VPET ist nur eines von vielen wichtigen Ergebnissen der DREAMSPACE-Initiative, die es Kreativschaffenden ermöglichen soll, live gedrehtes und bereits aufgenommenes Filmmaterial mit computergenerierten Bildern in Echtzeit zu kombinieren, um neue Immersionserlebnisse im virtuellen Raum zu realisieren. Auch bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse kam diese Technologie im Pavillon des Ehrengastes bereits zum Einsatz.
Die Unterstützung aus der VFX-Industrie für derartige Forschungsbestreben ist groß. Unter den Befürwortern ist auch Ben Grossmann, der für seine Arbeit an Martin Scorsese's Hugo mit einem VFX-Oscar ausgezeichnet wurde und zusammen mit weiteren Mitstreitern Magnopus gründete. Er glaubt an das Demokratisierungspotential virtueller Produktions-Software, da sie größtenteils mit im Handel erhältlicher Verbraucher-Hardware kompatibel ist, während sie Echtzeit- und Gaming-Technologie nutzt. Magnopus, das sich die Umsetzung von visuellen Konzepten und Erfahrungen auf die Fahnen geschrieben hat, plant für seine nächsten Produktionsvorhaben ebenfalls mit virtuellen Technologien zu arbeiten.

Um die bei DREAMSPACE stattfindende Forschung mit den Produktionsrealitäten in der Region Baden-Württemberg in Einklang zu bringen, kooperierte die Forschungsabteilung des Animationsinstituts auch mit dem mehrfachen Emmy-Gewinner Mackevision. Aus dieser Zusammenarbeit entstand Mackevisions erste virtuelle Produktions-Pipeline für einen abendfüllenden Spielfilm - die erste ihrer Art in Deutschland überhaupt. Außerdem kamen auch die Studierenden des Animationsinstituts durch das Curriculum des Technical Directing-Studiums mit virtueller Produktion in Berührung: Erst vor kurzem gründeten zwei Institutsalumni das Start-up Headraft, das sich auf die Planung und Visualisierung im virtuellen Raum für die Medienproduktion spezialisiert hat.

 

 

DREAMSPACE Making Of from DREAMSPACE on Vimeo.