Lampen und Lichtformer fürs Filmlicht

Das kleine 1x1 der Lichtgestaltung

Teil 2: Lampen und Lichtformer

(Bildquelle: Mark Hofmann)

Ein Mathematiker hat seine Zahlen, ein Schneider seine Stoffe und ein Maler seine Farben. Das magische Medium des Videofilmers ist das Licht! In der letzten Ausgabe haben wir den Arbeitsbereich des Beleuchters skizziert und festgestellt, dass dieser sich mit anderen Arbeitsbereichen überschneidet und viel Kreativität und Improvisation erfordert. Doch bei aller Kreativität sind die richtigen Werkzeuge nahezu genauso wichtig.

Über die Jahrzehnte wurden im Bereich Beleuchtung zahlreiche neue Technologien eingeführt. Die alten Technologien wurden aber nicht automatisch abgelöst. Somit kann der Beleuchter aus einem reichhaltigen Sortiment die passende Technologie für die jeweilige Aufgabe auswählen. Früher waren Lampen immer kabelgebunden an das Stromnetz. Heutzutage gibt es auch kabellose Leuchten die mit Akkus betrieben werden können. Das ist zwar ausgesprochen praktisch, macht die Lampen aber noch lange nicht zur ersten Wahl bei jeder Anwendung. Denn auch moderne Leuchten mit LED-Technologie haben ihre Nachteile und Limitierungen. Aus diesem Grund gibt es immer noch Anwendungen bei denen der Profi auf bewährte Leuchten zurückgreift, die zwar etwas umständlich im Handling sind, aber bestimmte Aufgaben besser meistern.

Halogenlampen
Die bekannteste Gattung sind Halogenlampen, auch Tungsten-Beams genannt. Hier handelt es sich um eine Glühbirne, in der ein Wolframdraht in einem abgeschlossenen Quarzkörper gefüllt mit dem Gas Halogen zum Glühen gebracht wird. Die Lampen haben zwischen 100-5000 Watt Leistung. Mit höherer Leistungsaufnahme erhöht sich hier auch die Lichtmenge. Diese Gattung hat aber immer eine Farbtemperatur von etwa 2700-3000 K, was zu keiner Tageszeit mit Taglicht kompatibel ist.

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