Das Leben im Freistaat Bayern

Über 100 Sony-Kameras filmen "24h Bayern"

24 Stunden Bayern. Ein Tag Heimat. Drehtag am 3. Juni 2016. Foto: Bayerischer Rundfunk, Ostkreuz Berlin, Jörg Brüggemann

Mehr als eine Tonne Equipment, 700 Stunden Drehmaterial, 22 Terrabyte, über 500 Mitarbeiter. Nach "24h Berlin" und "24h Jerusalem" schreibt die Berliner Produktionsfirma zero one 24 ihre Erfolgsstory fort: Über 100 Kamerateams portraitieren für 24 Stunden das Leben im Freistaat Bayern aus der Sicht seiner Bewohnerinnen und Bewohner. „24h Bayern“ erzählt mehr als 80 persönliche Geschichten eines Tages und einer Nacht verteilt über die 70.000 Quadratkilometer des Bundeslandes. Projektregisseur Volker Heise wählte die Protagonisten repräsentativ für die Bevölkerung aus, um die vielfältigen Mundarten und Reibungspunkte zwischen Stadt und Land, Industrie und Natur sowie Fremd und Zuhause realistisch abzubilden. Die Auftragsproduktion des Bayerischen Rundfunks wird von zero one 24 in Zusammenarbeit mit der Münchner Produktionsfirma megaherz realisiert. Anfang Juni 2017 wird das Ergebnis aus neun Monaten Vorbereitungszeit und zwei Drehtagen im BR Fernsehen in Echtzeit ausgestrahlt.

100 Kameras auf einen Punkt
Ohne einen durchgängigen und reibungslosen Workflow - vom Dreh bis in die Postproduktion - sowie perfekt aufeinander abgestimmte Technik, war ein ambitioniertes Projekt dieser Größenordnung nicht zu bewältigen. Für die Woche um den Hauptdrehtag am 3. Juni 2016 mussten rund 100 Kameras eines Herstellers auf den Punkt bereit stehen. Diese sollten sich einerseits technisch so einstellen lassen, dass sich später ein harmonischer „Look and Feel“ für den Fernsehzuschauer ergibt. Auf der anderen Seite musste das Kamerasortiment des Herstellers von der Bauweise und den technischen Möglichkeiten her auch so vielfältig sein, dass für jede Drehsituation – ob Protagonisten in beengten Räumlichkeiten, Autofahrten oder weite Landschaftsszenen - die passende Kamera zur Verfügung steht.

 "Wir sind stolz, dass wir wie bereits bei „24h Berlin“ und „24h Jerusalem" gemeinsam mit unserem Partner BPM Broadcast & Professional Media GmbH den weiteren Meilenstein in der Geschichte des deutschen Fernsehens unterstützen dürfen“, sagt der verantwortliche Sony Account Manager Wilfred Orth. Über eine Tonne Equipment  wurden in der Produktionszentrale und Technikschleuse, einer großen Studiohalle auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks in München-Unterföhring, gesammelt. Dort holten über einen Tag verteilt die über 100 Drehteams insgesamt 107 XDCAM-Camcordern von Sony ab: 22 PDW-700, 45 PXW-FS7, 30 PXW-Z150, fünf PXW-FS5 und fünf PMW-F5. Die Teams zeichneten das Material auf SxS Karten, SDXC, XQD, Professional Disc mit 128 und 64 GB auf. Ein großer Anteil an Kameras wurden inklusive entsprechendem Zubehör zuvor von BPM technisch überprüft, katalogisiert und einzeln pro Kamerateam drehfertig konfektioniert. Weitere 12 PDW-700 wurden vom BR gestellt.

Autonomes Arbeiten der Drehteams, aber mit "Presets"
80 Kamerateams waren für jeweils einen Protagonisten zugeteilt und bestanden in der Regel aus Regie, Kamera, Ton und Set-Aufnahmeleitung. Etwa 20 Teams fingen mit der Sony PXW-FS7 Impressionen der bayerischen Landschaften ein. Die Drehteams arbeiteten komplett selbständig, allerdings gab es eine Art Regelwerk: Alle Kameras wurden mit denselben „Presets“ (Voreinstellungen) voreingestellt. Gedreht wurde bei den Protagonisten durchweg im Format 1080i50 XDCAM 422, Impressionsteams filmten mit 1080i50 XAVC-L 50 MBit in SLog3/Gamut3.Cine. Außer Pol-, UV- und ND-Filtern durften keine anderen Filter eingesetzt und keine bildverändernden Einstellungen vorgenommen werden. Um einen einheitlichen Erzählstil zu kreieren, mussten die Kamerateams die Geschichten der Protagonisten zudem ohne Stativ und nur mit vorhandenem Licht einfangen. Lediglich die Impressionen-Teams durften auch mit Stativ drehen. „Eine enorme Hilfe beim Download der Daten waren unter anderem auch die fünf Sony MRW-E90 XQD/SDXC Cardreader, die Sony freundlicherweise bereits vor dem Roll-Out zur Verfügung stellte und den Vorzug haben mit circa 350MB/s XQD Karten zu lesen. Der komplette Download war etwa eine Stunde nach der Rückkehr des letzten Teams fertig gestellt“, so Julian Steinemann weiter. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.