Filmische Gestaltungselemente

Wie Sie mit Bildgestaltung und Schnitt den Erfolg eines Films maximieren können – Die Achsen im filmischem Raum

Vom Kino lernen: Der unsichtbare Schnitt

Die 180°-Regel: Die Kamera soll sich immer auf der einen Seite der Handlungsachse befinden, damit in der geschnittenen Szene keine Rechts-Links-Vertauschungen vorkommen. (Bildquelle: Arnold H. Müller)

Vom Kino lernen: Der unsichtbare Schnitt

In der Zeit des klassischen Hollywood-Films wurden Spielszenen überwiegend im Studio gedreht. Daraus ergaben sich bestimmte Arbeitsabläufe in der Produktion, durch die mehrere Interessenlagen gleichzeitig berücksichtigt wurden. Da überwiegend mit einer Kamera gedreht wurde, hat man Spielszenen mehrmals hintereinander aufgenommen: Erst die ganze Szene ohne Unterbrechung so, dass die beteiligten Darsteller gemeinsam im Bild zu sehen waren. Das nannte man den Master-Shot. Anschließend nahm man Nah- und Halbnah-Einstellungen der Darsteller mit ihren jeweiligen Dialogstellen auf. Im Schneideraum wurde schließlich entschieden, auf welche Weise die verschiedenen Einstellungen zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Das hatte folgende Vorteile: Arbeitsabläufe nach einem festgelegten Schema, das war zeitsparend und hielt die Produktionskosten niedrig. Die Kamerapositionen wurden nicht nach Drehbuch, sondern nach Aufbau hintereinander gedreht. Dadurch sparte man häufiges Umstellen der Kamera zusammen mit den notwendigen Anpassungen von Beleuchtung und Ton. Daraus ergab sich auch, dass die Schauspieler nicht während der gesamten Drehzeit anwesend sein mussten, sondern nur, wenn sie dran waren. Das erleichterte die Disposition.

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