Zwischen Licht und Schatten – Teil 1

Das kleine 1x1 der Lichtgestaltung

Teil 1: Das magische Medium des Videofilmers ist das Licht!

(Bildquelle: Fabian Meyer)

Ein Mathematiker hat seine Zahlen, ein Schneider seine Stoffe und ein Maler seine Farben. Das magische Medium des Videofilmers ist das Licht! Egal wie viel Technik ein Filmer ans Set schleppt, wie modern Kamera, Sensor oder Codec auch sein mögen – ohne Licht bleiben die Bilder schwarz. Wir skizzieren Theorie und Praxis bei der Gestaltung von Licht und Schatten im Film.

Das erste, was ein Filmer verinnerlichen sollte, ist die Tatsache, dass nicht die Kamera „das Bild macht“ sondern das Licht. Deswegen ist das oberste Gebot, das Licht und den gesamten Bildausschnitt zu jeder Zeit zu kontrollieren. Der Filmer bestimmt letztlich was der Zuschauer zu sehen bekommen soll und was nicht. Daher sollte der eigentlichen Produktion das Erstellen eines Lichtkonzepts vorausgehen. Dieses richtet sich nach vielen Faktoren. Hier diskutieren Regisseur, Kameramann, Oberbeleuchter und Colorist über die Art, die Aussage und Stimmung des Videos und schlussendlich auch noch über das zur Verfügung stehende Budget. Es ist oft sehr schwierig, alle diese Faktoren unter einen Hut zu bringen. Nur weil ein Hobbyfilmer oft all diese Jobs in Personalunion vereinen muss, heißt das nicht, dass diese Entscheidungen vernachlässigt werden könnten. Auch als Einzelkämpfer sollten Sie, bevor die eigentliche Produktion beginnt, verschiedene Kameraeinstellungen ausprobieren, unterschiedliche Gamma-Settings testen und diese probeweise graden, um sich schrittweise dem angestrebten Look anzunähern.

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