Großes Kino für junge Filmszene

Preisträger des Bayerischen Kinder & Jugend Filmfestivals

Preisträger des Bayerischen Kinder & Jugend Filmfestivals 2016 stehen fest Foto: BJR

Und der Gewinner ist... - das Bayerische Kinder & Jugend Filmfestival 2016 endete am gestrigen Sonntag mit der feierlichen Preisverleihung. Vom 16. bis 19. Juni 2016 kamen circa 1.000 Gäste ins Kulturzentrum neun in Ingolstadt, um die professionellen, erfrischenden und ideenreichen Filme junger bayerischer Talente zu sehen. Ausgewählt von einer Live-Jury vor Ort und übergeben u.a. vom Staatssekretär im Bayerischen Sozialministerium Johannes Hintersberger und Elmar Wepper, dem künstlerischen Paten des Festivals. Das sind die Siegerfilme der jungen bayerischen Filmszene:

Kinderfilmpreis
Was man für richtig hält, Jugendtreff Uttenreuth
Auszug aus der Laudatio der Kinder-Jury:
„„Was man für richtig hält“ ist filmisch sehr gut umgesetzt mit wunderschönen Bildern, toller Musik und grandiosen Schauspielern. Die Geschichte zeigt, was wir Kinder immer wieder erleben: Muss man ein Geheimnis immer für sich behalten? Man kann mit Vanessa richtig mitfühlen, wie schwierig es ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Ein toller Film über wahre Freundschaft, einem großes Geheimnis und der Frage an die Zuschauer „Was bedeutet es für mich, das Richtige zu tun?““

Voll verknallt 3, Nie wieder Shakespeare Productions, Erlangen
Auszug aus der Laudatio der Kinder-Jury:
„Nicht nur die Geschichte, um Liebe und Freundschaft, ist echt gut, sondern auch die Kameraeinstellungen, der Schnitt und die passende Musik. Die jungen Schauspieler/innen haben uns sehr gut gefallen und machen den Film zu einem richtigen Erlebnis! Vor allem das actionreiche Ende mit einer Jungs jagenden Mädchenclique, einer sauren besten Freundin und die Frage „Magst du Pudding?“ runden die gesamte Produktion ab.“

Preis 12-16 Jahre
Xaver sitzt, Oberlandrealschule Holzkirchen
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„Ein sehr gut gelungener Film, mit viel Witz und Leichtigkeit erzählt. Technisch gekonnt umgesetzt. Ein Film, der uns in den aberwitzigen Schul(all)tag entführt und mit viel Humor die Geschichte von Xaver erzählt.“

Preis 17-21 Jahre
Von Menschen die auszogen, FG Alfons Goppel, Schweinfurt
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„Besonders hervorzuheben ist der dokumentarische Blick und das Gespür für Details, verbunden mit der liebevollen Animation der Karte, die Viktors Odyssee anschaulich verdeutlicht. Herausgekommen ist ein lebendiger und authentischer Film!“

Preis 22-26 Jahre
…und einer zeichnet die Realität, Franconia Film, Selb
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„Die Jury fand die Idee des Films sehr schön, Wünsche durch ganz starkes Wünschen bzw. Zeichnen in Erfüllung gehen zu lassen. […] Der Film hat es mit wunderbarer Leichtigkeit, in einer stilsicheren Inszenierung, mit klugen und witzigen Dialogen, guter Schauspielführung und einer überraschenden Wendung am Ende mühelos ge- schafft, uns alle zu berühren. Schönes poetisches Kino!“

Preis Medienhochschule
Schwarze Schafe, Schwarze Schafe Team, Buckenhof/Erlangen
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„„Schwarze Schafe“ zieht mit einer trügerischen Atmosphäre sofort in seinen Bann. In den außergewöhnlich geschickt inszenierten Szenen kann man das Herzklopfen der herausragenden Hauptdarstellerin förmlich selbst spüren. Ein mitreißender Film mit einem wichtigen Thema – Reden über das Nichtreden - bis ins Detail schlüssig und professionell umgesetzt mit einem starken Finale.“

Sonderpreis "anders ist nicht giftig"
Träume sind selig, AbgedrehtFilm, Aschaffenburg
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„Ein berührender Film über das Suchen und Finden der Liebe. Aber auch über den Zwiespalt zwischen Ausgrenzung und Anpassung, zwischen Selbstfindung und Gruppendruck. Handwerklich herausragend umgesetzt mit Gespür für Rhythmus, Bilder, Text und Musik.“

Publikumspreis
Musik als Zuflucht, Moritz Spender, München
Auszug aus der Laudatio der Live-Jury:
„In seiner Dokumentation zeigt Moritz ein enormes Gespür für die filmische Mischung aus dem Interview mit seiner Protagonistin, der 86 Jahre alten Holocaust-Überlebenden Dagmar Lieblova, und Archivmaterial. […] Die Dokumentation hat die gesamte Jury von Anfang an berührt und beeindruckt.“