Die Bewegte Kamera

Fahren, Zoomen, Schwenken

Filmgestaltungsregeln sind sinnvoll. Allerdings gibt es auch Aufnahmesituationen, die verlangen andere Lösungen.

(Bildquelle: Wilfried Strauß)

Filmgestaltungsregeln sind sinnvoll. Allerdings gibt es auch Aufnahmesituationen, die verlangen andere Lösungen. Dann müssen die Regeln gebrochen werden. Zu diesen filmspezifischen Besonderheiten gehören die echten Fahraufnahmen, das Zoomen mit seinen Varianten und das Schwenken über einen Bildbereich.

Es wird immer vermittelt, dass die Handlungen mit ihren Aktionen vor dem Camcorderobjektiv geschehen und das Aufnahmegerät standfest und damit passiv die Ereignisse filmen soll. Hintergrund ist die Vermeidung von grundsätzlich verwackelten Aufnahmen. Das leuchtet ein. Dennoch gibt es innerhalb einer Filmhandlung zahlreiche Situationen, welche die subjektiven Empfindungen der Protagonisten auch für die Zuschauer erlebbar machen sollen. Dann kommt die entfesselte Kameraführung zum Einsatz. So sollen die Zuschauer die Filmhandlung unmittelbar miterleben können, als ob sie gemeinsam mit den Protagonisten im Film an deren Handlungen teilnehmen.

Fahren
Bei Fahraufnahmen von Eisenbahnen, Autos, Flugzeugen oder Schiffsverkehr und damit von außen sprechen wir von der objektiven Kameraführung. Befindet sich der Camcorder an Bord des Fahrzeuges und wird dann je nach Notwendigkeit in verschiedene Richtungen gefilmt, so sprechen wir von der subjektiven Kameraführung, welche die Augenbewegungen der Personen nachempfindet.