Dreams Rewired gewinnt

Deutscher Dokumentarfilmmusikpreis an Siegfried Friedrich

Die Jury (v.l.): Prof. Bernd Wefelmeyer, Maike Conway, John Gürtler, Annette Josef, Dr. Paul Hertel Foto: DOK.fest München


Der Komponist Siegfried Friedrich gewinnt beim DOK.fest München den Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis 2016. Er erhält die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung für seine Komposition zu Dreams Rewired, einem Film von Manu Luksch, Martin Reinhart und Thomas Tode. Der 1971 im schweizerischen Chur geborene Siegfried Friedrich lebt als freischaffender Komponist in Wien und gewann bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Eliette-von-Karajan-Kulturpreis. Eine lobende Erwähnung geht beim Dokumentarfilmmusikpreis an den Berliner Komponisten Georg Zeitblom für seine Musik zu Nicolas Humberts Wild Plants.

Das DOK.fest München hat den Preis zum vierten Mal ausgeschrieben. Er wird von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet und von dem Förder- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbands gefördert. Der Preis wird am Samstag, 7. Mai 2016, 20 Uhr, im Audimax der HFF überreicht. Hier wird auch der Kompositionsförderpreis verliehen, für den sich Musiker bewerben können, die Filmmusik für einen narrativen künstlerischen Dokumentarfilm entwickeln. Die Versicherungskammer Kulturstiftung stiftet auch diesen mit 5.000 Euro dotierten Preis, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird. Bei der Verleihung wird Dreams Rewired zu sehen sein, der Eintritt ist frei. Im Anschluss gibt es für die Gäste einen Empfang.

„Die Komposition von Siegfried Friedrich verbindet die Stummfilmzeit mit der Moderne und transportiert sie in die Gegenwart. Die Filmmusik beeindruckt durch ihre stilistische Vielfalt, wird treibende Kraft und harmoniert mit der Narration“, schreibt die Jury in ihrer Begründung.  Zur Jury gehörten Maike Conway (Regisseurin), John Gürtler (Komponist), Dr. Paul Hertel (Komponist), Annette Josef (Geschäftsführende Intendantin, Münchner Symphoniker) und Prof. Bernd Wefelmeyer (Komponist und Dozent, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf).