31. DOK.fest München


"Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" eröffnet Festival

"Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" mit neuer Live-Filmmusik Foto: Filmmuseum Berlin – Stiftung Deutsche Kinemathek

Das DOK.fest 2015 hatte 35.000 Zuschauer – ein neuer Rekord. Das Interesse am künstlerisch hochwertigen Dokumentarfilm ist groß. Deshalb wird das Festival 2016 wie zuletzt volle zehn Tage dauern: vom 5. bis 15. Mai. An elf Münchner Spielorten laufen 145 aktuelle Dokumentarfilme aus 41 Ländern, darunter viele Weltpremieren und nationale Erstaufführungen.

Los geht es mit einem außergewöhnlichen Filmkonzert: Bei der Eröffnungsfeier des DOK.fest im Deutschen Theater (5. Mai) wird der Stummfilm-Klassiker "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" von 1927 gezeigt. Walther Ruttmann dokumentierte den 24-Stunden-Alltag der pulsierenden Metropole und schuf einen Rausch der Bewegung, der noch heute Sogwirkung entfaltet. Der vielfach ausgezeichnete Komponist Tobias PM Schneid hat dazu neue Musik komponiert, die mit den Filmbildern in Dialog tritt. Das Münchner Kammerorchester (MKO) unter der Leitung von Jonathan Stockhammer wird Schneids Komposition bei der Eröffnungsfeier des DOK.fest uraufführen. Ermöglicht wurde die neue Filmmusik durch einen Kompositionsauftrag der Versicherungskammer Kulturstiftung. Am 6. Mai findet im Deutschen Theater eine zweite Aufführung des Werks statt. Der Ticketvorverkauf für beide Veranstaltungen hat begonnen (www.deutsches-theater.de).

Ein weiteres Highlight des DOK.fest 2016 ist die Retrospektive Andres Veiel. Der Filmemacher, Theaterregisseur und Autor zählt zu den profiliertesten politischen Künstlern Deutschlands. Zu seinen bekanntesten Filmen zählt "Black Box BRD" Darin stellte Veiel die Lebenslinien des RAF-Mitglieds Wolfgang Grams und des von der RAF ermordeten Bankiers Alfred Herrhausen gegenüber – eine mutige Interpretation der jüngeren deutschen Geschichte. Andres Veiel wird seine Filme beim DOK.fest persönlich vorstellen. Außerdem zeigt und diskutiert er erste Skizzen seines neuen Films über Joseph Beuys.

Parallel zum DOK.fest findet wieder das Programm DOK.education statt, das Kinder und Jugendliche an den Dokumentarfilm heranführt und ihre Medienkompetenz schult. Die Branchenplattform des Festivals DOK.forum bietet Workshops, Screenings, Paneldiskussionen und mehr. Das Filmschulfestival präsentiert die besten Arbeiten von Filmstudenten aus den deutschsprachigen Ländern. Und die DOK.tour bringt ausgewählte Festivalfilme in die bayerischen Kinos von Aschaffenburg bis Wasserburg.