Was ist wann erlaubt?

Musik zur Filmuntermalung

Wir zeigen, was Sie bei der Musikauswahl beachten sollten.

Auf dem Rummelplatz ist es unvermeidlich, dass die Musikbeschallung mit auf den Film gelangt. Solange sie durch die Nachbearbeitung keine dramaturgische Funktion bekommt, ist das unkritisch.(Bildquelle: Foto: tilt / pixelio.de)

Im diesem Jahr ist es endlich soweit: Dann dürfen Sie das in Filmen immer wieder gern gesungene Lied „Happy Birthday“ auch in Tante Gerdas Geburtstagsfilm intonieren und diesen sogar öffentlich präsentieren. Wir zeigen, was Sie bei der Musikauswahl sonst noch beachten sollten.

Die gute Nachricht vielleicht vorab: Soweit Sie Ihre Filme nur im engsten Familienkreis zeigen, können Sie sich film-musikalisch austoben, wie es Ihnen beliebt. Die schlechte Nachricht ist nämlich, sobald Sie ein Video im Filmclub vorstellen, auf Wettbewerbe schicken, oder zu YouTube & Co hochladen, müssen Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Sonst kann es schnell teuer werden. Im Urheberrecht begründete Streitigkeiten sind durch die private Rechtsschutzversicherung nicht gedeckt, von eventuellen Strafzahlungen und Schadenersatzansprüchen gar nicht erst zu reden! Gerade der Upload ins Internet birgt besonders viele Fallstricke. Kein Wunder, schließlich kommt es rechtlich gesehen einer weltweiten Veröffentlichung gleich! Keine Rolle spielt es, ob Sie als Freizeitfilmer unentgeltlich arbeiten, oder ob es sich um einen bezahlten Auftrag handelt.

Wer an Musikrechte denkt, dem kommt zumindest in Deutschland gleich die GEMA in den Sinn. Der hinter der GEMA stehende Gedanke, nämlich die Urheber eines Musikwerkes an den Erlösen ihrer Arbeit zu beteiligen, ist absolut legitim. Leider schließt sie – obwohl nach dem Gesetz völlig im Recht – manchmal weit über das Ziel hinaus, und auch die Kundenbetreuung lässt noch Raum für Verbesserungen. Als Videofilmer kommen Sie mit der GEMA in der Regel erst in Kontakt, wenn es um die Verbreitung eines Films auf DVD, Blu-ray oder dessen öffentliche Aufführung geht. Zuvor sind jedoch noch ganz andere Dinge wichtig: Wenn Sie ein Brötchen kaufen, können Sie danach damit machen was Sie möchten. Ob Sie es essen, vertrocknen lassen oder als Wurfgeschoss missbrauchen, geht den Bäcker nichts mehr an, schließlich haben Sie dafür bezahlt, es ist Ihr Eigentum.