Boxen-Luder

Yamaha HS5 vs. Yamaha NS-10

Die Firma Yamaha kann auf eine langjährige Erfahrung im Lautsprecherbau zurückzugreifen.

Yamaha HS5 (oben) und Yamaha NS-10 (unten) – welches ist der bessere Abhör-Lautsprecher? (Bildquelle: Michael Hiebel)

Die Firma Yamaha kann auf eine langjährige Erfahrung im Lautsprecherbau zurückgreifen. Bereits 1970 brachte das Unternehmen eine kleine Lautsprecherbox auf den Markt, die ursprünglich für den Hifi-Hausgebrauch konzipiert war: die NS-10, eine passive Zweiwege-Box. Der Klang war zwar nicht unbedingt schön, aber die NS-10 lieferte ein sehr neutrales Klangbild. Das begeisterte schnell Musikproduzenten und Toningenieure auf der ganzen Welt, denn sie wollen neutral klingende Lautsprecher mit möglichst linearem Frequenzgang. Nur so lässt sich eine Klangmischung erzeugen, die auf wirklich allen Lautsprecher-Modellen gut klingt. Überpräsenzen und Mischfehler zeigen die NS-10 gnadenlos auf.

Die Verbreitung der NS-10 in den Tonstudios hat noch einen anderen Grund: Jedes Studio, jeder Raum und jedes Beschallungssystem klingt anders – die NS-10 sind dabei die Sound-Referenz zum Einhören für Toningenieure, die in unterschiedlichen Studios arbeiten müssen. Dies ist wichtig für ein optimales Mischergebnis.

Die „Gegner“
Sowohl die NS-10 wie auch die aktuellen HS5 sind als Nahfeld-Monitore konstruiert. Sie benötigen also keinen großen Abstand zum Hörer, sondern können auf einem größeren Schreibtisch gut platziert werden. Das macht sie vor allem für die Nutzung am PC interessant, wie auch insbesondere für die Filmtonbearbeitung. Die Yamaha HS5 verfolgt ein neues Konzept. Zum einen hat sie eine Endstufe eingebaut, ist also eine Aktivbox. Konstruktiv ist ein Bassreflex-System hinzugekommen, wie auch eine Regelung zur Anpassung der Höhen und Tiefen auf der Gehäuserückseite. Sie sind ein ganzes Stück kleiner als die NS-10 und es gibt sie in Schwarz und schickem Weiß.