Einbein oder Dreibein?

Kaufberatung Videostative

Einmal richtig investiert, besitzt man für Jahrzehnte ein professionelles Werkzeug ohne großen Wertverlust.

Novoflex Tripod – ein modulares System mit auswechselbaren Beinen (Bildquelle: Novoflex)

Die Technologie im Stativbau ist quasi ausentwickelt; wesentliche Neuerungen sind kaum zu erwarten. Einmal richtig investiert, besitzt man für Jahrzehnte ein professionelles Werkzeug ohne großen Wertverlust. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

Ach, das alte Fotostativ tut’s doch auch, werden Sie vielleicht sagen. Vermutlich eher nicht, denn Foto- und Videostative sind recht unterschiedliche Konstruktionen. Ein Videostativ muss die Stabilität nicht nur in Ruhe wie beim Fotografieren garantieren, sondern auch in Bewegung: Beim Filmen wird wesentlich mehr an der Kamera herumhantiert: Die Schärfe wird nachgezogen, der Zoomhebel wird bewegt und es wird geschwenkt und -gefahren. Die Verwindungssteifigkeit muss bei einem Videostativ also deutlich höher sein.

Gewichtsprobleme
Hinzu kommt die sogenannte „Traglast“, also das Gewicht der Kameraausrüstung. „Ist ja nur eine filmende DSLR“ werden Sie einwenden. Richtig, aber überlegen Sie, was Sie noch alles dranhängen wollen: Vielleicht kommt ein Kamera-Rig mit Follow-Fokus dazu, ein Kompendium, ein Vorschaumonitor – und ganz schnell addiert sich das Gesamtgewicht auf über 5 Kilo, die stabil vom Stativ getragen werden wollen.

Bedenken Sie außerdem, dass Ihre nächste Kamera möglicherweise etwas größer und schwerer ist. Dem sollte die Stabilität des Stativs Rechnung tragen, um auch für die nächste Kamera-Generation bereits gut gerüstet zu sein. Behalten Sie auch ihre eigene „Tragfähigkeit“ im Auge: Ein zu schweres Stativ bleibt irgendwann nur noch zuhause, weil es auf längeren Strecken schnell Rückenprobleme verursacht. Erarbeiten Sie einen Kompromiss zwischen Gewicht und Stabilität.