spotlight 2016

Einreichungen versprechen kontroversen Wettbewerb

spotlight. 19. Festival für Bewegtbildkommunikation am 29. + 30. April 2016 in Stuttgart Foto: Spotlight-Festival

spotlight. 19. Festival für Bewegtbildkommunikation am 29. + 30. April 2016 in Stuttgart Foto: Spotlight-Festival

Nach Ablauf der Einreichfrist am Ende der vergangenen Woche haben sich die spotlight-Macher nun einen ersten Überblick über den Jahrgang 2015/16 verschafft. Das Ergebnis: Bewegtbildkommunikation ist stilistisch vielfältiger denn je. Auf die Verunsicherung unserer Gesellschaft finden die Werber sehr invididuelle Antworten, von düsteren Szenarien in Games-Optik über den eindringlichen Appell für mehr Menschlichkeit bis hin zu modernen Märchen mit glücklichem Ausgang. Die neue Unübersichtlichkeit also? Vielleicht. Visuell und handwerklich bewegen sich die Beiträge jedenfalls auf der Höhe der Zeit. Eine Mischung, die den Wettbewerb 2016 zu einem der spannendsten und offensten der letzten Festivaljahre macht. Für Unterhaltung live im Saal ist ebenfalls bestens gesorgt: Durch den Abend führen Zeus & Wirbitzky, die Kultmoderatoren von SWR3.

Am Puls der Zeit: Erfolgreiche Bewegtbildkommunikation spiegelt die Gefühlslage einer Gesellschaft – und sucht gleichzeitig nach Antworten auf unsere Ängste, Träume und Bedürfnisse. Doch wie geht das heute, in einer Zeit, die von Unsicherheit und widerstreitenden Emotionen geprägt ist? In einer Gemengelage, die zudem so unübersichtlich, individualisiert ist wie kaum zuvor? Die Antworten der Kreativen sind divers, buchstäblich pluralistisch. Man findet entschiedene Realitätsverweigerung inklusive Flucht in mittelalterliche Welten neben Social Spots, die sich unseren globalen Problemen bis an die Schmerzgrenze stellen. Bei aller Verunsicherung überwiegt das Positive: Die aktuelle Wertediskussion findet ihren Niederschlag in affirmativen, ermutigenden Botschaften, die den Akzent auf Empathie und Mitmenschlichkeit setzen. Und so bietet das Wettbewerbsprogramm 2016 nicht nur tolle Unterhaltung. Das Festival führt vor Augen, dass gut gemachte Kommunikation mehr als nur informiert oder verkauft. Sie vermittelt Werte. Und davon können wir in diesen Tagen wohl kaum genug bekommen ...

Die Entscheidung über die spotlight-Preisträger fällt traditionell auf zwei Ebenen gleichberechtigt. Am Festivalabend stimmt das Publikum in der Staatsgalerie live und digital über seine Favoriten ab. Bereits am Vortag kürt eine Fachjury aus deutschen Top-Kreativen ihre Gewinner, die allerdings erst im Lauf der großen Publikumsshow bekanntgegeben werden. Ein Direktvergleich, den es in dieser Form nur bei spotlight gibt – und der in der Branche schon für verblüffende Erkenntnisse gesorgt hat. Der Wettbewerb selbst ist ebenfalls zweigeteilt, in eine Sektion für Profi-Arbeiten und eine für den Nachwuchs, mit Spots von Studierenden. Abgestimmt wird in den Hauptkategorien TV & Kino und Trailer/Teaser/Trenner sowie Web & Mobile. Letztere umfasst sämtliche neuen Formate der Bewegtbildkommunikation einschließlich Social Spots, Apps, Erklärfilmen, viralem Marketing oder Augmented Reality. Inspiriert durch die enge Zusammenarbeit mit dem Trickfilmfestival, richtet die Kategorie ANIMATED COM ihr Augenmerk auf Spots, die auf Animation und Animationstechniken setzen.

Die Preisentscheidungen liegen auch in dieses Jahr wieder in besonders berufenen Händen. Denn in der spotlight-Fachjury finden sich 2016 klangvolle Namen wie Armin Jochum (Thjnk), Victor Vahl (Heimat), Ralf Heuel (Grabarz & Partner), Stefan Wübbe (Kolle Rebbe), Jule Everts (BIGFISH), Helmut Hartl (Embassy of Dreams), Johannes Bittel (Markenfilm) oder Jan Fincke (Czar Film).

Das 19. spotlight-Festival findet vom 29. - 30. April 2016 in der Landeshauptstadt Stuttgart statt, zeitgleich mit dem Internationalen Trickfilmfestival (ITFS) und in Kooperation mit dem Animated Com Award. spotlight hat sich am Standort Baden-Württemberg zum größten Festival für Bewegtbildkommunikation des deutschsprachigen Raumes entwickelt und zählt neben den Cannes Lions, den New York Festivals und dem ADC-Wettbewerb zu den weltweit wichtigsten Kreativwettbewerben in den Top-Rankings der Fachmagazine W&V und Handelsblatt sowie HORIZONT. Die Besonderheit des Festivals ist das Nebeneinander von Profi- und Nachwuchsarbeiten, die unabhängig voneinander jeweils von einer hochkarätig besetzten Fachjury und dem live abstimmenden Publikum im Saal bewertet werden. Das Festival trägt mit seinen Kategorien sowohl den klassischen als auch den sich permanent weiterentwickelnden Formaten und Plattformen der Bewegtbildkommunikation Rechnung.