Warum wir fernsehen

Demand-Videos und ausgestrahlte TV-Inhalte ergänzen sich gegenseitig

Demand-Videos und ausgestrahlte TV-Inhalte ergänzen sich gegenseitig

On-Demand-Videos und ausgestrahlte TV-Inhalte sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich gegenseitig Foto: Sony

Sony Professional Solutions Europe hat einen Bericht in Auftrag gegeben, der die Beziehung des Menschen zum Fernsehen beleuchtet. Der Verfasser des Berichts, Dr. William Cooper, hat sich in seiner Forschung auf die Konvergenz von Internet und Fernsehen spezialisiert. Zum Weltfernsehtag am 21. November zeigte Sony, dass der TV-Konsum durch neue Distributionskanäle wie Video-Streaming- und On-Demand-Angebote weiter zunehmen wird.



Fernsehen ist nach wie vor beliebt. Das Medium durchlebt im Moment jedoch eine Verwandlung, wie es sie nie zuvor gegeben hat. Viele Branchenexperten glauben, dass das rasant wachsende Angebot von Online-Videos dazu führen wird, dass Menschen weniger über traditionelle Kanäle fernsehen. Die Milliarden-Euro-Frage ist demnach, ob jüngere Generationen jemals auf die gleiche Weise fernsehen werden wie ihre Eltern. Ein von Sony beauftragter Bericht zeigt, dass Menschen aus zahlreichen Gründen fernsehen und - ganz gleich auf welchem Kanal - für viele weitere Jahre fernsehen werden.



„Wir hören oft, dass wir ansehen wollen, was wir wollen, wann wir wollen und wo wir wollen“, sagt Willam Cooper, Autor des Berichts. „Die logische Konsequenz wäre, dass wir höchstwahrscheinlich alleine fernsehen. Und doch legen wir als Einzelpersonen immer noch Wert auf ein gemeinsames Fernseherlebnis. In Wahrheit wollen wir nämlich dieselben Sendungen sehen wie andere Menschen, nur nicht immer zur selben Zeit.“



Aus dem 48-seitigen Bericht mit dem Titel „Warum wir fernsehen“ geht hervor, dass starke soziale und psychologische Faktoren das Fernseherlebnis steuern. Wenn die Branche versteht, wie und warum Menschen heute fernsehen, können Anbieter genauer abschätzen, welche Rolle das Medium in der Zukunft einnehmen wird.



„Unsere Erwartungen an das Medium Fernsehen steigen kontinuierlich. Wir möchten Inhalte streamen und downloaden können, um sie nach Belieben anzusehen. Gleichzeitig bleibt das ‚Ritual des Fernsehschauens‘ davon erstaunlich unberührt. Die meisten Bewegtbildinhalte werden immer noch auf einem großen TV-Bildschirm konsumiert“, so Cooper.



Der Autor betont, dass Fernsehen allgemein nicht mehr nach dem Endgerät definiert werden kann, auf dem die Programme konsumiert werden. On-Demand- und ausgestrahlte Inhalte seien unterschiedliche Distributionskanäle mit ihren jeweils ganz eigenen Vorteilen, die sich gegenseitig bedingen und ergänzen.
 Der Bericht schlägt vor, dass neue Zuschauerkanäle als Chance und nicht als Bedrohung betrachtet werden sollten. Wenn überhaupt, so Coopers Resultat, werde der Konsum von Videos tendenziell ansteigen. „Die größte Herausforderung für klassische Fernsehsender wird sein, ihre Zuschauer nicht als ‚passive Masse‘ zu betrachten, sondern als Individuen mit eigenen Bedürfnissen und geteilten Interessen.“

Der Bericht steht Öffnet externen Link in neuem Fensterhier zum Download bereit.