up-and-coming knackt die magische 3.000er-Marke

Über 3.000 Filme aus 57 Ländern beim Film Festival Hannover eingereicht

Über 3.000 Filme aus 57 Ländern beim Film Festival Hannover eingereicht

Über 3.000 Filme aus 57 Ländern beim Film Festival Hannover eingereicht Foto: up-and-coming

Die Einreichungsfrist für das 13. Internationale Film Festival Hannover ist abgelaufen. In diesem Jahr schickte der Filmnachwuchs aus 57 Ländern insgesamt
3.004 Arbeiten ins Rennen um den Deutschen Nachwuchsfilmpreis, den International Young Film Makers Award und den Bundes-Schülerfilm-Preis. Der Festivalleitung zugearbeitet und so zu diesem bemerkenswerten Ergebnis beigetragen haben ein internationales Netzwerk von Filmscouts sowie 7 der wichtigsten deutschen Filmwettbewerbe; außerdem beteiligten sich 26 deutsche und 34 internationale Hochschulen mit ihren Filmklassen. 98 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie zehn Deutsche Auslandsschulen bewarben sich für den Bundes- Schülerfilm-Preis. Zurzeit werden alle Einsendungen von einer unabhängigen Vorauswahljury gesichtet. Diese wird in den kommenden Wochen rund 160 Filme für eine der drei Auszeichnungen nominieren und das diesjährige Festivalprogramm zusammenstellen.

Am Wettbewerb um den Deutschen Nachwuchsfilmpreis beteiligten sich neben Studierenden fast aller renommierten deutschen Hochschulen mit Filmklassen und Medienstudiengängen auch sehr junge Talente (unter 20) sowie "gestandene" Filmemacher wie der kürzlich mit einem Studenten-Oscar geehrte Dustin Loose. Loose hatte sein öffentliches Debut als Filmemacher 2005 bei up-and-coming; nach seinem Erstling "Rolltreppe abwärts" reichte er in diesem Jahr auch "Erledigung einer Sache" in Hannover ein. Wie in den Vorjahren sind eine Vielzahl Themen und sämtliche Genres vertreten; ein wachsen- der Anteil, darunter auch Bewerbungen für den Bundes-Schülerfilm-Preis, ist aufwendig und in Kinoqualität produziert. Im Bereich des Dokumentarischen befassen sich auffallend viele Filme mit zurzeit aktuellen Themen wie kultureller Identität, Integration oder dem Leben mit Flüchtlingen. "Künstlerisch wie technisch sind die Einreichungen erneut auf einem sehr hohen Niveau; der Trend zu Crowdfunding und internationaler Ausrichtung hält weiter an", sagt Festivalleiter Burkhard Inhülsen.

Ein Novum hingegen ist die Beteiligung der Deutschen Auslandsschulen. Während der Wettbewerb um den International Young Film Makers Award schon lange als wichtige Plattform für Nachwuchsfilmer aus aller Welt gelte, hätten die Schulen das Festival in diesem Jahr für sich entdeckt, so Inhülsen: "Viele Lehrer planen, mit ihren filmenden Schülern nach Hannover zu kommen." Allgemein ist die Tendenz zu einer weiteren Internationalisierung des Festivals ungebrochen: wie in den Vorjahren sind auch im diesjährigen Wettbewerb um den International Young Film Makers Award neue Länder hinzu ge- kommen. Erstmals eingereicht wurden Filme aus Nepal, Peru, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Elfenbeinküste, dem Sudan und Zypern; besonders viele Bewerbungen kamen aus China, Russ- land, Mexiko und Belgien.

Über up-and-coming
Seit 1982 gibt das Internationale Film Festival Hannover jungen Filmemachern von sieben bis 27 Jahren eine erste Möglichkeit, sich zu profilieren. Bis heute haben die up-and-coming-Juroren das Talent vieler erfolgreicher Filmemacher, darunter vier spätere Oscar-Preisträger, entdeckt. Mit knapp 3.000 Einreichungen aus 54 Ländern erfuhr up-and-coming, das zu den wichtigsten Nachwuchsfilmfestivals der Welt zählt, 2013 erneut eine Rekordbeteiligung. Krönender Abschluss des Festivals ist die Verleihung des Deutschen Nachwuchsfilmpreises. Die mit einem Preisgeld und einer 2jähri- gen Produzentenpatenschaft verbundene Auszeichnung wird seit 2005 auf Initiative von up-and-coming vergeben. Mit dem International Young Film Makers Award und dem Bundes-Schülerfilm-Preis werden im Rahmen der Biennale außerdem die besten internationalen Produktionen sowie eine herausragende Arbeit, die im Kontext von Schule oder Unterricht entstanden ist, gewürdigt. up-and-coming wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von der nordmedia sowie dem Kulturbüro der Stadt Hannover gefördert.