Neuer Mischer, Server und Prozessor

Sonys IP-Live-Ökosystem wächst weiter

Sonys IP-Live-Ökosystem wächst weiter

Sonys IP-Live-Ökosystem wächst weiter Foto: Sony

Sony bringt drei neue IP-Live-Produkte auf den Markt, die im Zusammenspiel den Workflow von Live-Produktionen optimieren und hochwertige Formate wie 4k und 8k zuverlässig unterstützen. Auf der diesjährigen IBC präsentiert Sony den weltweit ersten 4K/IP-Live-Mischer XVS-8000, den 4K/IP-Basisbandprozessor  BPU-4500 und den 4K/IP-AV-Multiport-Server  PWS-4500. Diese Produkte formen gemeinsam ein komplettes Ökosystem, das Anwender mit dem „IP Live System Manager“ von Sony effizient verwalten können.

Das IP-Live-Produktionssystem optimiert die Workflows für Live-Übertragungen und unterstützt vielfältige Technologien für die Contenterstellung. Um die Interoperabilität auch künftig sicher zu stellen, setzt Sony seine Partnerschaften mit führenden Anbietern der Branche fort und stellt diesen die notwendigen Technologien und Entwicklungstools zur Verfügung. Aktuell unterstützen 36 Hersteller das IP-Live-Produktionssystem von Sony. TV Globo, eine der großen Rundfunkanstalten in Brasilien, hat sich erst kürzlich für Sony als IP- Migrationspartner entschieden. Der Sender unterzeichnete einen Vertrag mit Sony zur Entwicklung des weltweit ersten, speziell konzipierten 4K/IP-Übertragungswagens, der 2016 fertiggestellt wird.

Im Zuge der Entwicklungsarbeit im Bereich IP-Live-Produktion hat Sony zudem die AV-Übertragungsschnittstelle „Networked Media Interface“ definiert. Diese Schnittstelle transformiert alle Signale für Live- Aufnahmen zu IP, darunter Video-, Audio-, Metadaten- und synchrone Signale sowie Steuersignale. Eine gemeinsame Nutzung von Ressourcen mit anderen Produktionssystemen wird dadurch möglich. So können Anwender filebasierte Systeme und Live-Systeme einfach miteinander integrieren. Rundfunkanstalten steigern auf diese Weise nicht nur die Produktivität, sondern können auch erhebliche Kosten sparen, da sie nicht mehr doppelt in jedes einzelne Produktionssystem investieren müssen.

Zukunftssichere Schnittstelle

Das Networked Media Interface geht auf die wachsende Nachfrage nach Inhalten mit höheren Bildwechselfrequenzen und Auflösungen ein.  Es unterstützt SD, HD, 4K, 8K und High Frame Rate – komprimiert oder unkomprimiert – und überträgt darüber hinaus 4K-Signale mit nur einem Ethernet-Kabel über IP in einem Video-Codec mit niedriger Latenz. Mit der Einführung von IP-Live stellen Rundfunkanstalten sicher, dass ihre Infrastruktur effizient und skalierbar ist. Die Investition zahlt sich für das nächste Jahrzehnt und darüber hinaus aus, da die Technologie die aktuellen Fähigkeiten von SDI nicht nur ersetzt, sondern übersteigt. Die Skalierbarkeit des Systems zeigt sich in der Migration von SD/HD zu einem Videoformat der nächsten Generation.Als Teil des Networked Media Interface hat Sony die technischen
Spezifikationen des Video-Codecs mit niedriger Latenz, der für die 4K-Übertragung über IP mit 10 GB/s entwickelt wurde, als RDD (Registered Disclosure Document) bei der SMPTE (Society of Motion Picture und Television Engineers) eingereicht. Darüber hinaus hat der Hersteller notwendige technologische Elemente für die Live-Produktion über IP vorgeschlagen, die in der Definition des Standards SMPTE-ST 2022 wirksam werden sollen.

XVS-8000, weltweit erster 4k/IP-Live-Mischer

Der XVS-8000 unterstützt das Networked Media Interface und unterstützt eine direkte IP-Vernetzung. Das Gerät basiert auf dem MVS-8000X, dessen 4K-Funktion – vergleichbar mit 5ME Konfigurationen – Sony weiter verbessert hat, um die gestiegenen Anforderungen für die Produktion von Live- Veranstaltungen zu erfüllen. 4K-CG-Wipe-Übergänge sind dank der verbesserten Kapazität im Bildspeicher des XVS-8000 ebenfalls verfügbar. Die eingebaute SSD ermöglicht sichere Backups und schnelle Wiederherstellungsvorgänge.

4k/IP-Basisbandprozessor BPU-4500
Der BPU-4500 unterstützt das Networked Media Interface und ermöglicht ebenfalls eine direkte IP-Vernetzung. So kann er beispielsweise mit 4K-Kameras wie der HDC-4300, der F65 und der PMW-F55 (mit Kamerasystemadapter CA-4000) verwendet werden. Der BPU-4500 erzeugt 4K- und gleichzeitig HD- Signalausgänge, die dem aktuellen HD-Kamerasystem von Sony entsprechen. Der Prozessor ist mit der Kamerabasisstation HDCU-2000/2500 kompatibel und ermöglicht denselben Systembetrieb wie mit dem aktuellen HDC-Kamerasystem.

4k/IP-AV-Multiport-Server PWS-4500
Der PWS-4500 unterstützt sowohl das Networked Media Interface (durch ein optionales Panel) als auch konventionelles SDI. Außerdem bietet der Server eine neue „Share Play“- Funktion mit 10G-Vernetzung. Dadurch können Dateien von räumlich getrennten Servern gemeinsam überwacht und genutzt werden, zum Beispiel zwischen mehreren Ü-Wagen oder anderen Übertragungseinrichtungen. Auch eine redundante Stromversorgung und eine Wiedergabe in 8-facher Slow Motion in HD-Qualität (optional) sind verfügbar.