Groß ist relativ

Ganz nah dran an den Motiven

Ganz nah dran an den Motiven

Foto: Wilfried Strauß

Groß ist immer relativ. Wird etwa ein Fischkutter in seinem gesamten Erscheinungsbild gefilmt und damit aus der Hafentotale herausgelöst, so ist er im Vergleich zur Hafenübersicht groß und nah zu sehen. Es kommt also immer auf den Standort und auf den Bildausschnitt an, den wir als Filmemacher dem Zuschauer präsentieren.

Nah- und Ganzgroßaufnahmen laden zur Bildgestaltung im breiten 16:9-Bildformat geradezu ein. Denn die gefilmten Ausschnitte sind meistens klar strukturierte Bilder, die sich im Bildraum bestmöglich platzieren lassen. So kann man mit den Möglichkeiten der Bildgestaltung sehr gut spielen. Ganz große Motive können den Bildausschnitt selbst voll ausfüllen. Sie können aber auch in der Gesamtszenerie durch ihre dominante Platzierung im Bildvordergrund hervorgehoben werden. Worum geht es letztlich bei den Begrifflichkeiten? Mit den Nah- und Ganzgroßeinstellungen wollen wir die Augen der Zuschauer gezielt auf bestimmte Details lenken, die für die Motivbeschreibung und letztlich für die Filmaussage notwendig sind.