Naturfilme als Kinoereignis auf einem Festival erleben

Internationales Naturfilmfestival Green Screen erwartet tausende Besucher

Internationales Naturfilmfestival Green Screen erwartet tausende Besucher

Internationales Naturfilmfestival Green Screen erwartet tausende Besucher Foto: Förderverein Green Screen

Auch in diesem Jahr erwartet das Internationale Naturfilmfestival Green Screen vom 10. bis 14. September in Eckernförde wieder tausende naturbegeisterte Festivalbesucher. Zusätzlich kommen über hundert Filmemacher aus aller Welt in die Stadt an der Ostsee. Das Interesse, Naturfilme als Kinoereignis auf einem Festival zu erleben, wächst stetig. Green Screen ist mit 15.000 Festivalbesuchern und 10.000 Zuschauern bei weiteren Veranstaltungen während des Jahres das größte jährlich durchgeführte Naturfilmfestival in Europa.

Internationaler Treffpunkt der Experten
Eckernförde ist mit Öffnet externen Link in neuem FensterGreen Screen ein internationaler Treffpunkt für Experten des Naturfilms aus Deutschland, europäischen Ländern oder aus den USA, Japan oder Indien geworden. Filmemacher, Produzenten und Programmverantwortliche von Fernsehsendern, darunter Arte, BBC, ARD und ZDF, kommen jährlich zum Festival und nutzen Green Screen als internationalen Branchentreff. Filmer aus 37 Ländern haben bereits teilgenommen.

Jedes Jahr werden rund 200 Filmproduktionen aus aller Welt eingereicht, davon können 100 während des Festivals an sechs Spielstätten gezeigt werden. In 15 Kategorien werden Preise vergeben, von „Bester Kamera“ bis „Bester ökologischer Film“. In der internationalen Fachwelt sind Green Screen-Auszeichnungen inzwischen begehrte Trophäen.   

Umweltpädagogik für 8.000 Schulkinder
Green Screen fasziniert sein Publikum durch ästhetische und atemberaubende Filmszenen. Zusätzlich betont das Festival ein naturpädagogisches Ziel. Green Screen erreicht jährlich 8.000 Schulkinder, rund 3.500 beim Festival und weitere 4.500 bei der Green Screen Schulkinowoche in sechs Städten Schleswig-Holsteins. Die Schüler diskutieren bei Aufführungen mit Filmemachern und Wissenschaftlern über die biologischen und ökologischen Themen der Filme. Außerdem haben bisher rund 400 Jugendliche in den einwöchigen Filmcamps des Festivals im Wildpark Eekholt bei Bad Segeberg eigene Filme hergestellt. Begleitet von Filmemachen und Pädagogen entwickeln sie durch ihre intensive Beschäftigung mit einem Thema, seien es Störche, Fischotter oder Seeadler, ein nachhaltiges Interesse an der Natur und am Naturschutz.

„Eckernförder Gespräche“: Die Rückkehr der Wölfe
Die „Eckernförder Gespräche“ leiten das Green Screen-Filmfestival jedes Jahr mit einer Podiumsdiskussion zu einem aktuellen ökologischen Thema ein, das sich mit dem Schutz von Naturräumen und der Artenvielfalt befasst. An der diesjährigen Diskussion über „Die Rückkehr der Wölfe“ wird auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck teilnehmen.

Nachdem der Wolf als Wildtier in Deutschland vor rund 150 Jahren ausgerottet war, ist er jetzt zurückgekehrt und breitet sich auch in Norddeutschland aus. In Schleswig-Holstein sind bisher nur Durchzügler festgestellt worden. Doch auch hier wird es bald das erste Rudel geben, so die Experten. Passt der Wolf in Deutschland in eine dicht besiedelte Kulturlandschaft? Ist diese Art eine Bereicherung für die ökologische Vielfalt oder ein Schädling für Viehzüchter und eine Bedrohung für den Menschen? Fakt ist: Der Wolf ist da und er ist streng geschützt. Die öffentliche Diskussion findet am Mittwoch, 9. September, ab 19.00 Uhr in der „Galerie 66“ in der Kieler Straße 78 in Eckernförde statt. Der Eintritt ist frei.

„Uhrwerk Ozean“  –  360-Grad-Filmerlebnis bei Green Screen
Ein Kino-Erlebnis der besonderen Art präsentieren die Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht den Green Screen-Besuchern: Am Eckernförder Hafen werden vom 10. bis 14. September in einer eigens aufgestellten Kuppel in einer 360-Grad-Projektion zwei rund achtminütige Filme gezeigt. Die Filme sind während des gesamten Festivals als Dauerprogramm zu sehen.

Das Helmholtz-Zentrum untersucht kaum erforschte Wirbel in den Ozeanen, die durch ihre Kraft die großen Meeresströmungen entstehen lassen und sich auf das weltweite Klima auswirken. Die Küstenforscher stellen im Projekt „Uhrwerk Ozean“ ihre Forschung vor. In dem 360-Grad-Filmerlebnis geht der Betrachter auf eine Reise von der Tiefsee bis ins Weltall. Neben der Medien-Kuppel wird das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ des Helmholtz-Zentrums im Eckernförder Hafen liegen. Besucher können während des Festivals das Schiff und die Forschungseinrichtungen an Bord erkunden.