Erste Testbilder des legendären Trioplan

Vorstellung des neuen Meyer-Optik-Görlitz Trioplan f2,8/100 mm

Vorstellung des neuen Meyer-Optik-Görlitz Trioplan f2,8/100 mm

Offizielle Vorstellung des Prototyps auf den 17. Internationalen Fürstenfelder Naturfototagen. Foto: Globell

Nach der Ankündigung im Februar, das legendäre Trioplan f2,8/100 mm wieder auferstehen zu lassen, steht nun pünktlich zur Messe in Fürstenfeldbruck der erste Prototyp der Neuentwicklung bereit. Damit erreicht das Team hinter Meyer-Optik-Görlitz den entscheidenden Meilenstein im ehrgeizigen Projektverlauf. Auch wenn das äußerliche Erscheinungsbild noch überarbeitet wird, so zeigen die Testbilder schon deutliche Erfolge. Das unverkennbare kreisrunde Seifenblasen-Bokeh, das durch 15 Stahlbandlamellen geformt wird und mit dem das Objektiv Kultstatus erreichte, konnte originalgetreu erhalten bleiben. Darüber hinaus zeigt die erste Testreihe eine Verbesserung im Bereich der Vignettierung, die auf der Verwendung des vergüteten Schottglases beruht.
 
„Auf das Zwischenergebnis sind wir stolz. Bei der Neuentwicklung ging es uns darum, den einzigartigen künstlerischen Charakter des Objektivs zu erhalten. Gleichzeitig sollte das Objektiv modernen Standards in der Fotografie entsprechen“, so Dr. Stefan Immes, geschäftsführender Direktor der net SE und federführend beim Aufbau der Marke Meyer-Optik-Görlitz.
 
Nächster Schritt Praxistests mit Trioplan-Fotografen
Nach Abschluss der Labortestreihen, werden die Prototypen in den kommenden zwei Monaten vor allem ausführlichen Praxistests unterzogen. „Dabei ist uns besonders die Expertise und das Auge erfahrener Trioplan-Fotografen wichtig. Denn neben labortechnischen Messwerten, bewerten wir das Objektiv vor allen über die entstehenden Bilder und deren Wirkung. Denn nur so erhalten wir ein Werkzeug für Fotografen, die ihrer Arbeit eine eigene, künstlerische Handschrift verleihen”, so Immes weiter.
 
Komplette Entwicklung in Görlitz & Produktion in Deutschland
Nach der Entwicklung des neuen Trioplan f2,8 /100 mm in Görlitz, gibt das Team hinter Meyer-Optik-Görlitz weitere Details bekannt. Für das Objektiv, das in Zusammenarbeit mit Dr. Wolf-Dieter Prenzel, ehemaliger leitender Ingenieur des traditionsreichen Unternehmens Meyer-Optik-Görlitz, entwickelt wurde, ist die Produktion der Neuauflage des berühmten Dreilinsers in Deutschland gesichert.
 
Preis und Verfügbarkeit
Als Veröffentlichungsdatum für die erste, limitierte Auflage, die voraussichtlich zum UVP von 1399 Euro inklusive MwSt. erscheinen wird, ist derzeit Dezember 2015 geplant.
 
Technische Daten des Trioplan f2,8/100 mm Prototyps

  • Optischer Aufbau als klassisches Triplet | 3 Linsen / 3 Gruppen
  • Relatives Öffnungsverhältnis / Lichtstärke: 1:2,8 stufenlos abblendbar bis 1:22
  • Irisblende mit 15 speziell berechneten Blendenlamellen aus Lamellenbandstahl
  • Brennweite: 100 mm
  • Bildformat: 24 mm x 36 mm (Bildkreisdurchmesser  44 mm)
  • Bildwinkel: 24°
  • Filtergewinde: M 52 x 0,75
  • Aufsteckdurchmesser: 54 mm
  • Geplante Anschlüsse:  M42, Canon, Nikon, Fuji X,  Sony-E, MFT