28.04.2017 | Ausgabe 04/2017

Schnelles ganz Langsam

Wie man Zeitlupenaufnahmen richtig filmt

Für schnelle Bewegungen quer zur Kameraachse ist die automatisch eingestellte Belichtungszeit häufig zu lang. Es kommt zu Bewegungsunschärfe, die sich in der Zeitlupe als Nachziehen bemerkbar macht. (Bildquelle: Stefan P. Neudeck)

Zeitlupenaufnahmen waren bis vor wenigen Jahren eine Domäne klassischer Filmkameras und von Profis, die mit sündhaft teuren Geräten auf Bilderjagd gingen. Das hat sich geändert: Viele Kameras, die auch für engagierte Filmer erschwinglich sind, schaffen bis zu 250 B/Sekunde, in reduzierter Bildqualität noch deutlich mehr. Doch die Probleme, die es dabei zu lösen gilt, verlangen nach wie vor nach Profiwissen.

Die Bedienung zeitlupenfähiger Camcorder ist für viele Filmer im ersten Moment zumeist gewöhnungsbedürftig. Man kann nämlich nicht einfach drauf losfilmen. Die Kamera muss zunächst in einen speziellen Modus geschaltet werden, und nach dem Auslösen steht oft nur eine begrenze Aufnahmezeit zur Verfügung. Die Einzelbilder landen dabei zunächst in einem kamerainternen Pufferspeicher. Erst nach dem Ende der Aufzeichnung werden sie auf die Speicherkarte geschrieben. Das kann schon mal eine Weile dauern, wobei die Kamera währenddessen unbenutzbar ist. Abgeschaltet werden darf sie nämlich nicht. Bei Zeitlupenaufnahmen sollte Geduld also zu den persönlichen Tugenden gehören!

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