07.03.2017 | Ausgabe 03/2017

Auf Spurensuche

Private Porträts authentisch und emotional filmen

(Bildquelle: Wilfried Strauß)

Private Filmporträts, die sich mit dem Blick zurück in vergangene Jahre beschäftigen, sind ein sehr persönliches aber auch ein sensibles Thema. Wie solch ein Film authentisch, emotional und zugleich auch für Außenstehende interessant gefilmt werden kann, zeigen die Erfahrungen beim Filmprojekt „Kinderjahre“.

Ein Lebenslauf besteht selten aus einer gleichförmigen Aneinanderreihung von Erlebnissen und Begebenheiten. Vielmehr ergeben sich viele, oft parallel verlaufende Handlungsstränge. Aber auch das ständige Auf und Ab gehört dazu. Das Wort Lebenslinien beschreibt das Leben mit seinen vielen Verzweigungen und Ereignissträngen sehr anschaulich. Ob nun die Gedanken zurück auf das eigene Leben oder die Suche nach einem bestimmten Filmthema im Vordergrund der filmischen Planungen stehen, sei darin gestellt. In meinem Fall war es die erstgenannte Situation. Ich wollte meine ersten Kinderjahre filmisch reflektieren. So entstanden daraus zum einen der gleichnamige Film und zum anderen als Ergänzung ein Fotobuch mit den zusätzlich aufgenommenen Digitalfotos. Als Text im Buch verwendete ich den Kommentartext aus dem Film. Eine wie ich finde gute Symbiose, denn manchmal möchte man die bewegten Bilder sehen und manchmal in Ruhe und in Gedanken versunken in einem Buch blättern.

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