07.03.2017 | Ausgabe 03/2017

Die bewegte Kamera

Wie lassen sich Kamerabewegungen aus der Hand umsetzen

(Bildquelle: Christian Schnalzger)

In der letzten Ausgabe haben wir Tricks zum stabilen Handhalten einer Kamera beleuchtet. Diesmal schauen wir, wie sich Kamerabewegungen aus der Hand umsetzen lassen und was Bildruhe mit Bildwirkung und Dramaturgie zu tun hat.

Wenn die Dramaturgie eines Films Bewegung erfordert, lässt sie sich mit denselben Grundtechniken umsetzen wie jene zum stabilen Handhalten. Für saubere Bilder aber erfordern sie etwas mehr Umsicht. Ein Schwenk gelingt genau wie unbewegte Freihandhaltung, mit einem Unterschied: Ihre Füße zeigen von Anfang an auf die Endposition des Schwenks. Von dort drehen Sie vorm Filmen den übrigen Körper zur Anfangsposition des Schwenks zurück. So nutzen Sie Ihren Körper wie ein Federwerk, das Sie mit Ablauf automatisch an die gewünschte Endpositon bringt. Die Feder sind dabei Ihre Knie, wobei eins stärker gebeugt wird als das andere, was sehr weiche Bewegungen um knapp 18o° erlaubt. Ihr Oberkörper bleibt fest wie ein Stativkopf, indes nicht verkrampft.

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