10.01.2017 | Ausgabe 02/2017

Editorial

Was war, was kommt?

Oliver Krüth, Chefredakteur videofilmen

Oliver Krüth, Chefredakteur videofilmen

Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, ist das Kalenderjahr 2016 Geschichte und auf 2017 werden viele Hoffnungen und Erwartungen projiziert. Zeit, um einen Moment innezuhalten, ein Filmerjahr Revue passieren zu lassen und einen Blick in die Kristallkugel zu wagen. 4K hat weiter an Fahrt aufgenommen, vor allem Dank HDR. Die UHD-Blu-ray hat sich etabliert und verzeichnet vor allem in den USA überraschend hohe Verkaufszahlen, trotz zahlreicher Streaming-Angebote wie Netflix & Co. 4K-Bildschirme mit 10-Bit-Darstellung sind absolut erschwinglich, 4K-Beamer hingegen (noch) nicht. Doch was ist mit den Aufnahmegeräten? Den 4K-Bausatz, bestehend aus 4K-Auflösung, Global Shutter, 10 Bit HDR, HFR (200 fps) und Rec.2020, beherrscht noch keine Kamera vollumfänglich. Selbst eine Sony PMW F65 kann derzeit nur etwa 85 Prozent des Rec.2020-Farbraums nutzen. Im Hobbyfilmer-Segment reduziert sich 4K auf die UHD-Auflösung. Eine 10-Bit-Aufzeichnung mit 4:2:2-Farbsampling gelingt meist nur extern über HDMI. HFR in 4K ist bislang einigen wenigen Profikameras vorbehalten und der aufgezeichnete Farbraum liegt bei DCI-P3, etwa 75 Prozent der Rec.2020. Was erwarten wir also von 2017? Der Camcordermarkt wird hinsichtlich neuer Produkte trotz des Erfolgs der Panasonic AG-DVX200 eher schrumpfen. Filmende Fotoapperate mit 1-Zoll-Sensor scheinen vom Formfaktor her zu reüssieren. Spannend wird es bei den 4K-Cinekameras. Sony hat mit der FS7 Mark II seinen Hut auf beeindruckende Weise in den Ring geworfen. Aber auch Blackmagic, Canon, Panasonic und Red werden weiter tüfteln. Der Preisverfall bei 4K-Kameras scheint aber beendet. Ich freue mich aber bereits jetzt auf ein spannendes Jahr.

Oliver Krüth
Chefredakteur videofilmen
oliver.krueth@videofilmen.de

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