25.11.2016 | Ausgabe 01/2017

Editorial

Oliver Krüth, Chefredakteur videofilmen

Einmal im Jahr nehmen wir uns die Zeit für einen großen Vergleichstest von Dienstleistern, den man in dieser Form vermutlich sonst nirgendwo anders findet. Im vergangenen Jahr haben wir Schmalfilm-Überspieler getestet und in diesem Jahr standen mehr als 50 VHS-Digitalisierer auf dem Prüfstand. Die Tests sind zwar recht zeitaufwändig und meist auch kostenintensiv, doch am Ende werden wir mit ausgesprochen interessanten Einsichten belohnt. Der Ausgangspunkt ist einmal mehr brisant. Schließlich geht es um die Frage: Wem kann ich meine viele Jahre alten Unikate anvertrauen? Denn die Aufnahmen sind in der Regel unwiederbringlich. Versand und Dienstleister sind potentielle Stör- oder gar Verlustquellen. Welche Qualität liefern die Dienstleister? Gehen sie über das hinaus, was man selbst mit einem Video Grabber hinbekommt? Um das herauszufinden, haben wir den Testfilm mit typischen videotechnischen Fehlern gespickt, die jedoch nicht ohne weiteres erkennbar waren, zum Teil nur mit Messgeräten. Wir wollten das Know-how sowie die technische Ausrüstung des Überspielers möglichst umfänglich ausreizen. Letztlich haben gerade einmal 15 Prozent der Überspieler die eingebauten „Stolpersteine“ erkannt und korrigiert – oft nur hinreichend. Ungeachtet dessen haben viele weitere Überspieler einen tadellosen Digital-Scan abgeliefert, der weit über die Qualität eines preiswerten Video Grabbers hinaus geht. Als unbeabsichtigtes Handikap hat sich die Formatabgabe erwiesen. Wir wollten einen Codec mit möglichst geringer Datenkompression, um die Clips später noch optimal nachbearbeiten zu können. Stattdessen erhielten wir MPEG-2- und manchmal sogar VOB-Dateien. Viel Spaß bei der Lektüre.

Oliver KrüthChefredakteur videofilmenoliver.krueth@videofilmen.de…

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