01.09.2016 | Ausgabe 06/2016

Erzählen mit Schärfenuntiefe

Filmen mit einer DSLR

(Bildquelle: Holger Hendricks)

Um einen Film zu drehen, können Sie verschiedene Kamerasysteme einsetzen. Wir vergleichen an einem konkreten Projekt die Vorzüge sowie die Nachteile einer DSLR, eines Camcorders, einer Action-Cam, eines Smartphone oder eines Kopters und geben Tipps für Einstellungsmöglichkeiten sowie den kreativen Einsatz.

Digitale Kamerasysteme mit Spiegel (DSLR, engl. Digital Single Lens Reflex) zeichnen sich durch einen besonderen „Look“ der hiermit aufgezeichneten Videoszenen aus. So ist es vor allem möglich, mit Wechselobjektiven verschiedenster Brennweite zu arbeiten, die eine schöne Tiefenunschärfe erzeugen, mit der nur das bildwichtige Objekt scharf abgebildet wird. Während „normale“ Camcorder in der Regel nur einen 2/3 Zoll Sensor verbaut haben, verfügen DSLRs über einen deutlich größeren und lichtempfindlicheren Bildsensor, etwa Vollformat (24x36 mm) oder APS-C (22,5× 15 mm). Da Kameragehäuse und Objektiv zwei getrennte Einheiten sind, können Sie unterschiedliche Objektive einsetzen. Dazu zählen Fish-Eye-Objektive mit über 180 Grad Bildwinkel, Objektive mit sehr lichtstarken Festbrennweiten, extreme Teleobjektive und zahlreiche Spezialoptiken als Makro- und Lupenobjektiv.
Die meisten Hersteller verwenden eigene Objektiv-und Zubehörsysteme. Nach der Entscheidung für ein bestimmtes Fabrikat sind Sie dann weitgehend auf dieses System festgelegt. Zum Teil können Objektive eines Anbieters auch an DSLRs anderer Hersteller verwendet werden. So gibt es häufig die Möglichkeit, über Adapterringe die Bajonettverschlüsse anderer Hersteller zu benutzen. Unter Umständen werden dann aber verschiedene Automatikfunktionen nur teilweise oder gar nicht unterstützt.

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