01.09.2016 | Ausgabe 06/2016

Der GH4-Herausforderer

Test: Sony Alpha 6300

(Bildquelle: Sony)

Auf die Sony Alpha 6300 haben viele Anwender bereits sehnlich gewartet. Mit APS-C Sensor, Wechselobjektiv-Anschluss und 4K-Fähigkeit ist sie eigentlich Sonys erste Kamera, die als direkte Konkurrenz zur GH4 angesehen werden kann. Wir zeigen, wie engagiert sich der Herausforderer behauptet.

Nachdem Sony im Kleinbild-Vollformat-Kamerabereich mit der A7-Serie ein wahres 4K-Produktfeuerwerk gezündet hat und auch bei den kompakten Fotoapparaten mit 1 Zoll-Sensor (RX10/100) bei vielen Filmern punkten konnte, blieb die Position einer 4K-fähigen APS-C-Kamera mit 4K-Filmoption lange Zeit leer. Vielleicht ist dies ein Zeichen dafür, wie schwer sich Sony gerade bei diesem Format getan hat, sich von seinen professionellen Cine-Kameras weit genug zu distanzieren.
Eigentlich sollte die typische Limitierung der Farbtiefe auf 8 Bit ja schon ausreichen, gestandene Filmprofis von der Alpha 6300 fern zu halten. Die Produktdistanzierung im APS-C/Super35-Segment fällt jedoch noch einmal deutlich schwerer, da sich in Sonys Profi-Portfolio bis 6.000 Euro aktuell noch reine 8 Bit-Lösungen wie die FS5 oder die FS700 finden.
Auf der anderen Seite hält Panasonic mit der GH4 im Marktsegment der filmenden Systemkameras bis 1.500 Euro schon seit zwei Jahren kräftig die Stellung. Dazu brachte Samsung mit der NX1 in dieses Segment sehr viel Unruhe, indem sie durch echtes Sensor-Downsampling die Messlatte für 4K-Auflösungsqualität in diesem Preisbereich gehörig angehoben haben. Auch wenn sich Samsung schon wieder aus diesem Marktsegment verabschiedet hat, dürfte die NX1 als Messlatte eine Rolle gespielt haben.
All dies könnte die verzögerte Nachfolge zur ansonsten ebenfalls sehr gut laufenden Alpha 6000 erklären. Doch jetzt ist die Alpha 6300 da und hat auf dem Papier viel zu bieten. Bei einem Gehäusepreis von 1250 Euro liegt sie auf Augenhöhe mit der Panasonic GH4 und der Samsung NX1. Wie für Sony üblich, kombiniert die Alpha 6300 dabei ein paar mächtige Features mit einigen unbequemen Limitationen.

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