30.06.2016 | Ausgabe 05/2016

Visuelle Kaffeefahrt

Wie bringe ich meinen Film auf ein Filmfestival

(Bildquelle: Filmfestival Contravision)

Per „Schwarmintelligenz“ will das Berliner Filmfestival Contravision die besten Kurzfilme ermitteln. Wir zeigen, ob das funktionieren kann und was sich daraus für Interessierte lernen lässt, die selbst Filme bei einem Filmfestival einreichen wollen.

Ich danke der Academy für das Erkennen von Talent. Dieser unbescheidene Satz entstammt dem Song „Academy“ der Hamburger Band Kettcar und liefert den vielleicht besten Text zum großen Themenkomplex der Filmfestivals. Einer ähnlichen Wahrnehmung für Jury-Borniertheit muss das Festival Contravision entsprungen sein, das seit 24 Jahren in Berlin abgehalten wird. Es ermittelt seine gezeigten Beitragsfilme und die aus ihnen resultierenden Gewinner nicht per Kuratoren und Expertenvotum, sondern per Mehrheitsentscheid aus dem Publikum. Die Veranstalter nennen das etwas vollmundig „Schwarmintelligenz“. Statt Intelligenz werden dem geneigten Zuschauer aber bezeichnenderweise nur drei Kreuzchen auf einem Stimmzettel abverlangt – für jene der gesehenen Filme, die er am besten fand. Wenn das intelligent wäre, …

Elaboriertes und ambitioniertes System
Doch der Reihe nach. Im Vorfeld kann sich jeder interessierte Filmer registrieren und Filme mit bis zu 3o Minuten Länge zum Festival einreichen. Statt von prominenten Juroren werden diese dann von einer interessierten Allgemeinheit in halböffentlichen Kinovorführungen gesichtet. Der Eintritt zu diesen ist jedermann frei und kostenlos.

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