30.06.2016 | Ausgabe 05/2016

Suchereinstellung: Wie geht es richtig

Neudecks kleine Kamerakunde

Beim Blick durch den Sucher oder auf das LCD-Display ist das Auge alles andere als ein gutes Messgerät. (Bildquelle: Stephan P. Neudeck)

Bestimmt geht es nicht nur mir so: Sie kommen an den Drehort, bauen Kamera, Licht, vielleicht sogar einen externen Monitor auf und richten das Motiv ein. Doch bevor Sie auf den Auslöser drücken, kommen Zweifel auf: Stimmt das, was die Automatik da gerade macht? Oder, falls Sie, wie ich, ein Verfechter manueller Arbeitsweisen sind, stimmt das, was ich gerade an der Kamera eingestellt habe? Ist das Bild vielleicht unterbelichtet oder doch eher etwas über?
Antworten geben könnten zuschaltbare Anzeigen, das Histogramm oder ein Oszilloskop. Doch im Alltag muss oft ein simpler Blick in den Sucher reichen. Unser Auge ist allerdings alles andere als ein verlässliches Messinstrument. Es lässt sich leicht ablenken, etwa vom Umgebungslicht. Das kann fatal sein: Ist es sehr hell am Drehort, sind dunkle Bereiche des Bildes auf dem LCD-Diplay einfach nur noch schwarze Flächen. Wenn Sie jetzt die Blende „auf Sicht“ einstellen, ist die Überbelichtung vorprogrammiert.

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