28.04.2016 | Ausgabe 04/2016

Nachtschwärmer

Wie filme ich bei Nacht

Für Aufnahmen mit durchgängiger Tiefenschärfe ist es nützlich, die hyperfokale Distanz der verwendeten Optik zu kennen. (Bildquelle: www.c21c.de)

Eine der Königsdisziplinen beim Filmen sind Nachtaufnahmen. Für den gelungenen Dreh bei Nacht spielen allerdings zahlreiche Aspekte eine Rolle. Eine Herausforderung kann bisweilen richtiges fokussieren und scharfstellen sein. Wir entwickeln unterschiedliche Szenarien und erläutern wichtige Zusammenhänge.

ISO-Zahlen rauscharm bewältigen können. Dazu zählen etwa die Sony Alpha 7s oder auch die Canon EOS 6D. Aber auch mit anderen Kameras sind eindrucksvolle Nachtaufnahmen möglich. Sinnvoll ist der Einsatz eines lichtstarken Weitwinkelobjektivs. Gerade bei Nacht verzichtet man mitunter gern auf Autofokus-Objektive. Objektive, die manuelles Scharfstellen erfordern, halten normalerweise eine gut ablesbare Entfernungsskala bereit, auf der oftmals auch der Tiefenschärfebereich in Abhängigkeit von Blende und Brennweite ablesbar ist.
Dies unterstützt manuelles Scharfstellen.

Scharfstellen mit hyperfokaler Distanz
Beim manuellen Scharfstellen ist es hilfreich, die hyperfokale Distanz der Optik zu kennen. Die hyperfokale Distanz ist der Abstand zwischen der Kamera und dem vordersten Punkt der Schärfentiefe, wenn auf Unendlich fokussiert wurde. Liegt etwa die hyperfokale Distanz bei 4 Metern wird alles zwischen 2 Metern bis unendlich im Motiv scharf abgebildet. Die hyperfokale Distanz ist abhängig von der eingesetzten Blende, der Brennweite und der Sensorgröße. Großer Sensor, kurze Brennweite und geschlossene Blende ermöglichen den größten Tiefenschärfebereich.

Begleitvideo: www.c21c.de/vf5515 (Link zum Begleitvideo „Einsatz von Cross-filtern“).


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