03.03.2016 | Ausgabe 03/2016

Mount-Dilemma

Sony – LA-EA-Adapter für A-Mount

Im direkten Vergleich sieht man den Unterschied zwischen dem Objektiv für A-Mount 50mm 1,4 und dem Sony E-Mount 50mm 1,8. (Bildquelle: Mark Hofmann)

E-Mount-Optiken bieten eigentlich alles, was man sich wünschen kann!? Was auf den ersten Blick als Gewissheit erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als trügerisch. Wir skizzieren das Dilemma und unterbreiten eine praktikable Adapterlösung.

Wer im Videobereich tätig ist weiß, dass an das Equipment andere Anforderungen als im Fotobereich gestellt werden. Bei grober Betrachtung der Objektive mit E-Mount-Bajonett würde man sagen „Alles da: eine Auswahl verschiedener Objektive in unterschiedlichen Bauarten und Brennweiten mit Autofokus, Steadyshot und sogar einem manuellen Fokusring.“ Doch gerade Letzterer ist bei fast allen E-Mount-Objektiven servogesteuert, was das Handling bei Videoanwendungen nahezu unbrauchbar macht.
Bei einem professionellen Dreh gibt es oft Situationen, in denen die Schärfe mit Hilfe einer Schärfenzieheinrichtung (Follow Focus) zwischen zwei oder mehreren Punkten verschoben werden muss, etwa um auf die Bewegung eines Darstellers zu reagieren, oder um während eines Dialoges zwischen den einzelnen Gesprächspartnern zu wechseln. Dies sollte mit einem Fokusring möglich sein, sofern dieser mechanisch mit dem Vorschub der optischen Elemente verbunden ist. Bei Objektiven mit Servo verhält sich das nicht so. Dort ist ein Schrittmotor als Bindeglied zwischen Ring und Optik geschaltet. Es besteht also keine feste mechanische Verbindung zwischen Ring und Optik.


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