10.11.2015 | Ausgabe 01/2016

Verwackeln erwünscht

Adobe After Effects

Bild: Hartmut Gau

Bild: Hartmut Gau

Viele Filmfreunde setzen heute Werkzeuge zur Beruhigung verwackelter Aufnahmen ein. Doch manchmal kann es auch sinnvoll sein, eine Aufnahme nachträglich zu verwackeln, damit sie besser in die Sequenz passt. In diesem Workshop erklären wir am Beispiel einer Aufnahme für einen Reisefilm und einer Spielfilmszene das Verwackeln-Werkzeug von After Effects.
Auf Reisen kommt es gelegentlich vor, dass mit der Handkamera gedreht wird, weil ein Stativ fehlt oder der Aufbau zu lange dauern würde. Mit einer ruhigen Hand sind diese Aufnahmen auch später gut verwertbar. Hat es dennoch einmal zu sehr gewackelt, kommen Stabilisier-Werkzeuge wie Mercalli von ProDAD oder die Verkrümmungsstabilisierung von After Effects gerade recht. Doch es gibt Situationen, in denen das Drehen mit einer einigermaßen ruhigen Hand nicht möglich ist, z.B. während einer Busfahrt auf Schotterpiste oder in einer Menschenmenge, in der man ständig angerempelt wird. Trotzdem möchte man diesen besonderen Tempel oder die Brücke gerne festhalten. Ein Foto garantiert ein ruhiges Bild. Auch ein fotografiertes Landschaftspanorama kann
später am PC durch einen Schwenk belebt werden. Versehen wir solche Aufnahmen mit einem moderaten Wackeln, dann fallen sie kaum noch als Fotos auf. After Effects kann uns dabei helfen.


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von videofilmen abonnieren