01.02.2015 | Ausgabe 02/2015

Nahtlose Übergänge

Die Kunst des Weglassens

Foto: Wilfried Strauß

Foto: Wilfried Strauß

Die Montage der Videoszenen und der Schnittrhythmus sind zwei Bestandteile bei der Fertigstellung eines Films. Nahtlose und möglichst unsichtbare Übergänge zwischen den Szenen sind weitere Zutaten. Dafür bieten sich die natürlichen Blenden an, zu denen auch ähnliche Bilder und gleiche Farben und Flächen gehören. 

Ein Filmthema kann man bekanntlich nicht vollständig in der Realzeit filmen und wiedergeben. Deshalb wählt man Szenen, Sequenzen und damit kleine filmische Einheiten aus und montiert sie zu Erlebnisinseln. Aneinandergereiht und möglichst ohne sichtbare Unterbrechungen an den Übergängen geht die Handlung im Film fließend weiter. Technisch betrachtet sind die unsichtbaren Übergänge keine Überblendungen, sondern harte Schnitte. Da sich die Motive in beiden Einstellungen in Form oder Farben ähneln, werden sie vom Zuschauer nicht wahrgenommen. Eine elegante Methode, zwei Sequenzen miteinander zu verbinden. So haben derartige natürliche Blenden den großen Vorteil, dass sie sich sehr gut in die Szenenfolge einfügen lassen. Ganz im Gegensatz zu den digitalen Blenden, die dann zum Einsatz kommen, wenn das Rohmaterial der gefilmten Szenen keine Alternativen bietet. Ziel aller Bemühungen ist es, den „roten Faden“ im Film und damit die Kontinuität im Fortgang der Handlung zu erhalten.  


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