01.02.2015 | Ausgabe 02/2015

Stille Varianten

Stimmung ohne Musik

Bild: Christian Schnalzger

Bild: Christian Schnalzger

Musik aus der Konserve war gestern. Warum wirkt Stille nicht nur authentischer als jede Musik es kann, welche Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten bietet sie und wie erlaubt sie uns, Bilder neu zu sehen?

Sie kennen das möglicherweise: eine malerische Szene, majestätisch von Musik untermalt, die Kamera schwenkt, geht näher dran, der Anblick wird verheißungsvoll und dann – Stille. Doch nichts passiert! Warum? „Naja, da war halt das Lied zu Ende, aber die Szene hatte noch dreißig Sekunden, die wollte ich nicht kürzen.“ Mit etwas Glück funktioniert dieses Argument. Oft liefert Filmmusik nur Ton, damit etwas auf der Tonspur ist, oder um uns als Betrachter die Interpretation, das Gefühl unter den Bildern vorzugeben – im Reisevideo zumeist Erhebendes und im Familienfilm humorvolle Leichtigkeit. Wie ist jedoch die Wirkung,wenn Stille bewusst eingesetzt wird?


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