01.05.2014 | Ausgabe 05/2014

So sieht's aus

Vom Kino lernen: Der Look des Films

Den Bildern eine ausgefallene Farbcharakteristik anzudienen, um Fantasywelten zu erzeugen oder eine intendierte Wirkung visuell zu unterstützen, ist in Hollywoofilmen und solchen, die es sein wollen, gängige Praxis. Matrix ist grün, James Bond mit Pierce Brosnan blau und mit Daniel Craig orange, und Trac ist wechselweise alles auf einmal. Die Farbstimmung einer Szene nicht der Weißbalance zu überlassen, ist auch für den Hobbyfilmer eine gangbare Technik, um Wirkung zu schaffen. Wie aber wirkt ein Film, der bewusst mit dem Look eines Mediums spielt – seien es die Generationen von warmtonigen, abgehangenen Super-8-Filmen, sei es grieseliges Analogvideo oder der cleane, elektronisch-technische Look von miniDV? Und welche dramaturgische Aussage tut sich hinter solchen Bildern auf, zwischen Nostalgie der jeweiligen Epoche und Entzauberung, eben gerade nur einen Film zu sehen?


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