01.01.2014 | Ausgabe 01/2014

Editorial: Von Filmen Lernen

Egin Altenmüller

Editorial

Egin Altenmüller

Kaum einer mag Werbespots, besonders dann nicht, wenn sie einen Film unterbrechen oder an anderer Stelle nerven. Dennoch kann es sich lohnen, die kurzen Werbefilme näher anzusehen. Warum?

Nicht alle Videofilmer sind naturbegabte Geschichtenerzähler. Manchmal braucht man etwas Anleitung und Inspiration. Technisch ist der Videofilmer ohnehin schon in der Profi-Liga angekommen. Und bei der Inszenierung kann er sich helfen lassen. Von Filmen kann man lernen, wie eine Geschichte funktioniert. Die meisten denken dabei an Spielfilme, doch das Kino gibt meist keine geeigneten Antworten darauf, wie man eine Urlaubsreise oder einen Kindergeburtstag in ein paar kurzweiligen Minuten darstellt. Aber ein Werbespot? Was hat das Betrachten eines Werbespots damit zu tun, wie man eine Geschichte erzählt und wie können wir von ihnen lernen? Fakt ist, dass diese Mini-Filme es innerhalb einer halben Minute schaffen müssen, den Zuschauer zu interessieren und eine Botschaft zu vermitteln. Dazu muss die Story einfach sein; und ein kleiner Gag hilft, den Film rund zu machen. Zuschauer, die sich amüsieren, hat man immer auf seiner Seite. Außerdem arbeiten Werbefilmer auch mit allen möglichen Tricks, um ihre Filme visuell interessant zu machen: Kurze Sequenzen mit schnellen Schnitten im Wechsel mit unterschiedlichen Einstellungsgrößen stehen vielleicht nicht gerade im Gestaltungslehrbuch für den Videofilmer, doch wenn es gut gemacht ist und die Zuschauer bei der Stange bleiben, ist schon einiges gewonnen. Auf YouTube gibt es unter dem Stichwort „Commercials“ viele gute Beispiele – schauen Sie mal rein.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Egin Altenmüller


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von videofilmen abonnieren