01.05.2013 | Ausgabe 05/2013

Editorial: Kleines oder großes Gepäck?

Egin Altenmüller, Chefredakteur

Egin Altenmüller, Chefredakteur

Geht es Ihnen ähnlich? Jedes Jahr vor einer Urlaubsreise stellt sich erneut die Frage:Was nehme ich mit? Den großen Camcorder samt Stativ, Leuchte und weiteremZubehör? Oder die kleine Kompaktkamera, die nicht nur schöne Bilder geliefert hat,sondern auch durch die Qualität der spontan entstandenen Videos überzeugte?

Da ich vorher nicht weiß, was mich erwartet, nehme ich beides mit. Es sei denn, eshandelt sich um einen Wochenendtrip, bei dem schon vorher klar ist, dass das Filmennicht im Mittelpunkt steht. Dann ist eine digitale Kompaktkamera mit Videofunktioneine ideale Sache. Wenn aber das Reisen und die Filmerei nicht voneinander zutrennen sind, wie es wohl bei den meisten der Fall sein wird, dann ist der Camcorderdie erste Wahl. Beim Zubehör bin ich durchaus zu Kompromissen bereit und verzichteauf das massive Dreibeinstativ zugunsten eines leichten Reisestativs. Davon gibt es eingroßes Angebot. Und leicht muss nicht immer gleich wackelig heißen.Dann gibt es auch Grenzfälle. Eine Wanderung im Gebirge ist so einer. Die Erwartunggrandioser Ausblicke schreit geradezu nach einem hochwertigen Filmgerät. Dochwenn man Stunden bergauf unterwegs ist, überlegt man es sich zweimal, ob man einpaar weitere Kilos schleppen möchte. Doch auch dafür gibt es Lösungen. Überzeugthat die Redaktion die Systemkamera Panasonic G6. Sie ist kompakt, leicht und lieferteine hervorragende Bildqualität, die auch der Test im Heft bestätigt. Wer es ganz leichthaben möchte, greift zum Smartphone. Kein Witz. Der Profikameramann Stefan Neudeck zeigt unter dem Titel „Filmenmit iPhone & Co“, dass auch mit Handy-Kameras gute Filmaufnahmen gelingen können.Kameras von ganz anderem Kaliber sind für extreme Sportaufnahmen nötig. Unser Autor Christian Schnalzgerbeschreibt in seinem Beitrag „Bewegung, bitte!“, wie man mit Actioncams richtig umgeht. Zugegeben, solche Einsätzehaben andere Ansprüche an die Qualität. Doch mit der richtigen Ausrüstung und einer Software, die die schlimmstenFehler beseitigt, sind solche Actionbilder eine tolle Beimischung zum Urlaubsfilm. Also doch das große Gepäck.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Egin Altenmüller


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