01.03.2013 | Ausgabe 03/2013

Am Rande der Berlinale

Das ist ein wiederkehrendes Rahmenprogramm der Berlinale, zu dem junge Filmschaffende aus der ganzen Welt zusammenkommen, um in Seminaren, Vorträgen und Workshops Neues in ihrem Metier zu lernen – ob Regisseure, Kameraleute, Producer, Cutter oder Schauspieler, fast alle am Entstehungsprozess eines Films beteiligten Berufe sind dort vertreten.

Canon war in diesem Jahr Hauptpartner mit seinen professionellen Imaging-Produkten des Cinema EOS-Systems. Bei dem besagten Workshop ging es um den Einsatz digitaler Filmkameras und um die Frage: Wie verhalten sich unterschiedliche Modelle in bestimmten Lichtsituationen und wie lassen sich Aufnahmen von unterschiedlichen Kameras später im Film so mischen, dass der Zuschauer den (vorhandenen) Unterschied nicht bemerkt? Mit von der Partie waren neben den Canon EOS-Modellen C300 und C500 (Preisklasse bis 30.000 Euro) auch eine 5D MIII – wohlgemerkt, eine digitale Fotokamera mit Full HD-Videofunktion für rund 3.000 Euro. Dann eine Arri Alexa und eine Red Epic. Beides Profiboliden ist der Klasse bis 50.000 Euro. Sogar ein iPhone war als Testkamera darunter, das bei Außenaufnahmen ohne viel Bewegung ein recht gutes Bild machte.

Ohne zu tief in die Details gehen zu können, hat der Vergleich dies gezeigt: Zwar hat jede Kamera typische Stärken und Schwächen, insbesondere bei kritischen Lichtsituationen mit großem Kontrastumfang, doch wer die Klaviatur der Möglichkeiten einer Kamera beherrscht und am Ende noch einen guten Bildtechniker für das Grading, also für die Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Farbe hat, der kann mit jeder dieser Kamera kinotaugliche Bilder produzieren. Interessant wäre noch gewesen, wie sich eine AVCHD-Kamera in diesem erlauchten Kreis geschlagen hätte – vermutlich besser als erwartet.


Viel Spaß beim Lesen wünscht

Egin Altenmüller
Chefredakteur
altenmueller@videofilmen.de

Rubrik: EDITORIAL


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von videofilmen abonnieren