01.01.2013 | Ausgabe 01/2013

Formatfragen

Stichwort: Vollformat. Die Bezeichnung kommt eigentlich aus der digitalen Fotografie. Dort versteht man unter Vollformat einen Bildchip, der dem Maß der früheren Kleinbildfotografie entspricht, nämlich 24 x 36 mm. Ganz neu ist das Format also nicht, denn in Kameras wie der Canon EOS 5D Mark II wird es längst eingesetzt. Gerade die Chipgröße hat dieser Kamera (und ihren Geschwistern) einen legendären Ruf unter Videofilmern eingebracht. Denn sie ermöglicht mit den passenden Objektiven jene Aufnahmen, von denen Bildästheten wegen ihrer künstlerischen Schärfe- und Unschärfeeffekte schwärmen. Nun kommt mit der neuen NEX-VG900 die Vollformat-Antwort von Sony auf Canons DSLR-Kameras. Der Camcorder mit Wechselobjektiven wurde zur Photokina in Köln erstmals weltweit vorgestellt und soll im November in den Handel kommen. Zugegeben, mit rund 3.300 Euro nur für das Gehäuse gehört die Kamera nicht gerade zum Beuteschema eines Videofilmers, allerdings dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis Vollformat-Camcorder auch in Amateurregionen hinabsteigen. Insofern wird uns das Thema weiter beschäftigen. In diesem Heft können Sie lesen, welchen Eindruck sich unser Tester Rudi Schmidts von der neuen Sony-Kamera NEX-VG900 machen konnte. Auf Seite 18 erklärt er ausführlich, was es mit den unter­schiedlichen Sensorformaten auf sich hat und wo sich noch ein paar Ungereimtheiten hinsichtlich der passenden Objektive ergeben. 

Mit dem Heft, das die erste Nummer des neuen Jahres trägt, schließen wir das alte ab. Zählt man alle Kameras zusammen, die wir im Laufe eines Jahres getestet haben, kommt man auf gut 40 bis 50 Filmgeräte. Traditionell stellen wir daraus die Top Ten zusammen und ermitteln die „Beste Kamera des Jahres“. Lesen Sie auf Seite 34, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht


Egin Altenmüller

Chefredakteur
altenmueller@videofilmen.de


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